Hallöchen,

aaalso, das sind nun zwei Auffassungen der Liebe, die ich beide nicht teile.

Zunächst möchte ich auf die Platonische Liebe eingehen, die hier genannt wurde. Leider wird dieser Begriff immer wieder falsch verstanden. Das, was du, Mysticus Insanus, so über deine Sicht der Liebe schreibst, kommt dem Begriff schon sehr nahe, aber als du ihn gebracht hast, hast du ihn doch falsch verwendet. Platonische Liebe steht einfach für die Berührung zweier Seelen, ob es dabei homo oder hetero zugeht, ist völlig egal, genauso wie Sexualität keine Rolle spielt - auch bei der Platonischen Liebe kann man Sex haben (weswegen die Interpretation, Platonische Liebe bezeichnet Liebe ohne Sex, falsch ist ...) Die Berührung zweier Seelen also ...

Genau das ist es auch, was ich unter Liebe verstehe - dass man den anderen kennt, wirklich kennt, bereit ist, alles (naja, fast alles) für ihn zu tun, Kritik ohne Scheu äußern kann, sich immer wieder gegenseitig vergibt, nicht nachfragen muss, um zu erkennen, wie es dem anderen geht ... all das zusammen ergibt für mich Liebe.

Ich liebe meinen besten Freund, aber ich bin nicht in ihr verliebt, ich will keine Partnerschaft mit ihm - dennoch spreche ich von Liebe, weil ich ihn einfach unglaublich gern hab und ihn vor allem Bösen in dieser Welt beschützen will.

Ich bin also eine Mischung aus euch, cib & Mysticus Insanus.

Um aber noch auf deine Idee der Liebe einzugehen, Mysticus Insanus - das klingt für mich herzlich unromantisch und auch irgendwie gefühlskalt. Stoisch bzw Epikureisch und das gefällt mir gar nicht.

Die Liebe lebt von Gefühlen, die zwischen Jubel und Traurigkeit schwanken, wenn man nicht mehr als stetige Zufriedenheit empfindet, kann man niemals das wahre Glück verspüren (auch wenn Stoiker & Epikureer was anderes sagen).

Bithya kopfstand