Heute stimmt der Bundestag über ein Entlastungspaket ab. Ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommen soll. Seit Kriegsbeginn wird alles noch mal deutlich teurer. Milchprodukte stiegen um 33%, Getreide um 70%, Kartoffeln fast um 100%. Da fragt man sich langsam, wer das alles bezahlen soll. Privat habe ich nun die Erfahrung gemacht, dass auf Baustoffe ein recht hoher Teuerungszuschlag erhoben wird, um den Preisanstieg an den Verbraucher abzugeben. Dann kommen die Energie- und Spritpreise. Ökonomen gehen davon aus, dass die Inflation bei Voranschreiten des Krieges die 10% erreichen wird. Da noch nicht alle Preissteigerungen an die Konsumenten weitergegeben wurden, ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Da bringt dann auch der Mindestlohn von 12€ nichts mehr, wenn die Kaufkraft trotzdem sinkt. Schönes Wahlversprechen gewesen, aber in der Realität kein Vorteil für die Kaufkraft im Niedriglohnsektor. Im Bereich Sozialpolitik muss auch hier ordentlich was getan werden, denn ansonsten werden die Auswirkungen des Krieges immer spürbarer. Nun hat das Putin-Regime auch eigene Sanktionen angekündigt.

Natürlich geht es den Menschen in der Ukraine schlechter, aber die Innenpolitik Deutschlands sollte deshalb nicht weniger wichtig werden. Umso schlimmer ist es, wenn man Entscheidungen, die unsere Wirtschaft betreffen, mit irrationalen Annahmen begründet, nur um irgendwie etwas zu machen.
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Wer sich in einer Diskussion auf seine Autorität beruft, gebraucht nicht den Verstand, sondern das Gedächtnis.
Leonardo da Vinci (1452-1519)