Antwort auf: its good
1) Sich impfen zu lassen zeigt Verantwortungsbewusstsein. Jeder Geimpfte verhält sich solidarischer, denn die wirksamste Methode gegen Corona ist und bleibt die Impfung.
2) Es wurde auch nie behauptet, dass eine Impfung eine Infektion ausschließt. Muss also gar nicht groß debattiert werden, denn zumindest hier sollten wir uns alle einig sein. Die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung reduziert sich aber, ebenso die eines schweren Verlaufs.
3) Ich sehe nicht, wo sich Geimpfte in Sicherheit "wiegen". Auch sie können sich, wie du selbst schon angemerkt hast, ebenso infizieren, nur mit geringerer Wahrscheinlichkeit. Ich kenne auch keinen Geimpften, der auf Mundnasenschutz und Abstand verzichtet.
4) Ja, das mit dem Termin ist Mist. Ich finde es auch schwachsinnig, dass sie die Impfzentren abgebaut haben. Damit wurde der Zugang zur einzig wirklich wirksamen Methode versperrt.
5) Ich schreie nicht direkt nach einer Impfpflicht. Wie lange geht die Pandemie schon? Auch ich sprach mich lange gegen eine Impfpflicht aus, habe meine Meinung aber inzwischen geändert - nicht direkt, sondern nach vielen Monaten in einer Pandemie.
6) Es besteht auch die Masern-Impfpflicht, die interessanterweise den meisten kaum aufgefallen ist. Und in Zeiten, in der Krankheiten Pandemien auslösen und viele Menschen daran sterben, kann es vertretbar sein, Grundrechte vorübergehend einzuschränken.


1) Wenn die Impfung die "wirksamste" Methode ist, frage ich mich wieso wir dann aktuell schlimmer da stehen als zur Welle 1 / 2 etc.

Solidarität hat aber auch hier seine Grenzen, ich bin solidarisch indem ich in gewisse Töpfe zahle obwohl ich daraus nichts erhalte. Ich verhalte mich auch solidarisch in dem ich aktuell meine Kontakte einschränke, mich regelmäßig zusätzlich teste, obwohl ich nicht müsste usw.

Wir reden hier aber trotzdem noch davon körperfremde Substanzen in einen Körper zu "injizieren", wo am Ende nur eine Wahrscheinlichkeit dahinter steht wie sowas reagiert und auch hier gibt es bereits Todesfälle (die Wahrscheinlichkeit mag gering sein, aber die die es getroffen hat finden die Solidarität dann nicht mehr ganz so gut).

Es soll also für mich so entschieden werden, welches Risiko ich eingehen soll?

2)Gut, bestreite ich auch nicht das die Impfung gewisse Wirkungen hat.

3) Sehe ich anders sowie man "geimpft" ist, ist man von einigen "Pflichten" ausgenommen. Solange es keinen 100% Schutz gibt, haben sich in meinen Augen auch Geimpfte zu testen, gerade weil hier eben der Sachverhalt so ist das Sie es ebenfalls unbemerkt mit sich schleppen können.

4) Da sind wir uns einig, nun ist der Sachverhalt allerdings so das man sich als "Ungeimpfter" der nicht mal was dafür kann, den Kopf machen muss wie man mit öffis zur Arbeit kommt. (Wuhu...)

Und hier das Beispiel:
20 Geimpfte davon hat 1 Corona und 80 Ungeimpfte aber Negativ getestet in einer Straßenbahn....für die 80 wurde ein aktueller "Stand" erfasst, die 20 Geimpften waren ausgenommen und können hier streuen. Also das insgesamt hier auf die Ungeimpften zu verschieben, halte ich für falsch.

5) Naja, ich erinnere mich dran als der erste Lockdown etc. vorbei war, wie schnell alle wieder in den Urlaub fahren konnten. Da war vielen alles egal...

6) Ja, davon habe ich gehört. Du vergleichst hier aber auch einen Jahrelang erprobten Impfstoff mit einem der mal fix durchgedrückt wurde und auch einer "neuen" Technologie aufbaut.

Bei Sachen wie "Versammlungsverbot etc." mag ich dir Zustimmen das man hier auch mal aussetzen kann um keine weiteren "Hotspots" zu schaffen. Wir reden hier aber vom Grundrecht der Körperlichen Unversehrtheit und da sehe ich es nicht Kompromisse einzugehen. Da könnte man den Gedankengang soweit Spinnen das man hier sagt, jeder muss als Organspender herhalten (auch zu Lebzeiten) und muss eine Niere abgeben zum Wohl der Allgemeinheit.

Unser Gesundheitssystem wurde auch teilweise über Jahre kaputt gespart, hier also dann komplett den schwarzen Peter rüber zu schieben....naja...
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Konfuzius