Ich denke gar nicht mal, dass es an der mangelnden Aufklärung liegen muss, sondern eher an dem neuen Lebensstil.
Natürlich gibt es 12Jährige, die glauben beim ersten Mal wird man nicht schwanger etc... Aber die meisten werden sicherlich aufgeklärt sein, schließlich ist es heute so einfach wie nie zu vor. In der Schule lernt man die Theorie, im Fernsehen sieht man schon teilweise um Mittagszeit die Praxis und wenn dann noch offene Fragen sind, gibt es das Dr. Sommerteam.
Also an Aufklärungsdefizite kann es einfach nicht liegen, maximal an Desinteresse! Vielleicht wollen manche Kinder (mit 12Jahren ist man nun mal noch lange nicht erwachsen!) gar nicht mit eventuellen Gefahren vertraut sein. Da weiß dann jeder, was GangBang bedeutet, aber das es auch Risiken in der Sexualität gibt - Schwangerschaft, aber auch Krankheiten - das möchte man doch gar nicht wissen!

Außerdem hat sich der Lebensstil gewandelt. Während man vor 50Jahren nicht über Sex sprach, gilt es nun als Gang und Gebe. Früher war es gerade für Frauen verpönt offen über ihre Sexualität oder Vorlieben zu sprechen. Heute aber ist man etwas Beesonderes, wenn man früh Sex hatte und so sich vermeintlich erwachsen fühlt.

Früher hätte eine 30Jähhrige sich geschämt Sachen wie Hundestellung zu erwähnen. Heute? Da reden junge Mädchen über ihre ausgiebigen Erfahrungen mit Oralsex etc...

Es ist einfach modern geworden früh mit anderen zu schlafen, modern geworden sich auszuleben.

Leider ist das Thema Verhütung dabei viel zu kurz gekommen. Ich glaube die jungen Teenies verdrängen einfach die Gefahren. Natürlich wissen sie, dass jedes Mal etwas großes entstehen kann. Aber dann reden sie sich ein: das passiert nur den anderen und machen munter weiter...