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Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? * - #2871375 - 25.10.2017, 18:59:38
Dave20009
​Der King!

Registriert: 27.07.2006
Beiträge: 1.225
Ort: Königlicher Palast
Ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob Verkehrsdelikte, insbesondere überhöhte Geschwindigkeit, nicht härter bestraft werden sollte?

Wie komme ich darauf?
Nun, man hört/liest immer wieder von schweren/tödlichen Verkehrsunfällen und in den meisten Fällen stellt sich überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache heraus. In meinem Kaff z.B. gab es die letzte Zeit auffallend viele schwere Verkehrsunfälle, der letzte, der leider tödlich ausging, ist nur wenige Stunden her, da viele Autofahrer denken, sie wären the King of the Street und das die öffentliche Verkehrsstraße eine Rennstrecke ala Nürburgring und co. wäre. Und wie sollte es anders sein, war auch hier überhöhte Geschwindigkeit fast immer der Grund. Auch wenn ich Nachts im Bett liege, höre ich die Autos über die Straße rasen, das Gaspedal scheinbar bis zum Boden durchgetreten, so hört sich das zumindest an. Auf der Strecke dort fanden auch schon oft Radarkontrollen statt und viele gingen ins Netz und die Ausrede Nr. 1: Zeitdruck! Glücklicherweise hat die Polizei bzw. lässt die Polizei das nicht als Ausrede gelten!

Ich habe mir vorhin auch mal den Bußgeldkatalog angesehen und war erschrocken wie lasch dieser ist, wäre ich Autofahrer, mich persönlich würde dieser nicht wirklich abschrecken.

Ich überlege ständig, ob es nicht besser wäre, die Strafen drastisch zu erhöhen z.B. Strafen von weit mehr als 1000€, anstatt z.B. 2 oder 3 Punkte in Flensburg direkt 5 oder 6 Punkte drauß machen und auf 3 Monaten Fahrverbot 9-12 Monate oder je nach schwere mehrere Jahre oder sogar Lebenslanges Fahrverbot.

Warum so harte Strafen? Damit es abschreckt, damit die Leute endlich aufhören zu Rasen und ganz wichtig: Damit das Leben dieser aber ganz besonders anderer unschuldiger Menschen geschützt wird. Es kann und darf einfach nicht sein und angehen, dass solche Menschen, durch ihr Rücksichtsloses Verhalten unschuldige Menschen gefährden oder sogar in akute Lebensgefahr bringen. Natürlich könnte man jetzt sagen: Womit soll die betreffende Person aber dann zur Arbeit, zum Geschäft, zum Termin whatever kommen? Mit dem Zug, Bus oder Taxi! Wer sich und andere so Skrupellos und Rücksichtslos in akute Lebensgefahr bringt, ist dann selbst schuld, wenn er/sie dafür sehr hart bestraft werden würde.

Wenn es nach mir ginge, sollten Menschen die so Skrupellos und Rücksichtslos sind und Leute die keine Rettungsgasse bilden, Leute die ausm Auto aussteigen um zu Gaffen/Fotos/Videos zu machen, extrem hart bestraft werden, Geldstrafe bis zum geht nicht mehr, Punkte in Flensburg das ihnen hören und sehen vergeht, MONATELANGES/JAHRESLANGES Fahrverbot und ggf. mehrjährige Haftstrafe aufbrummen, damit diese Leute endlich aus ihren Fehlern lernen und es andere abschreckt selbst so asozial zu werden.

Man sollte sich auch mal die Frage stellen, ob es auch so lustig ist, wenn eigene Familienangehörige durch so ein Müll zu Schaden oder Tode kommen? Ich kann Leute die gerne Rasen einfach nicht verstehen, da habe ich auch keinerlei Verständnis für, auch wenn man in Zeitdruck ist, das ist kein Grund andere Menschen in Gefahr zu bringen, dann kommt man halt zu spät, na und? Davon geht die Welt nicht unter, lieber zu spät kommen, ggf. anschiss bekommen aber dafür das eigene und das Leben anderer Menschen schützen.

Das schlimme ist ja: Dadurch wird nicht nur Erwachsenen geschadet sondern auch Kindern/Babys die durch solche Menschen evtl. sogar ihr Leben verlieren.

Wie denkt ihr darüber? Sollte man solche Skrupellosen und Rücksichtslosen asozialen Menschen härter bestrafen oder nicht? Und wenn ja, wie? Wie gesagt: Für mich ist der aktuelle Bußgeldkatalog einfach nur ein Witz hat m.M.n. kaum eine abschreckende Wirkung, wie man ja auch immer wieder feststellen muss (Schwere/Tödliche Verkehrsunfälle) durch überhöhte Geschwindigkeit.
_________________________
» Ich werde immer sagen, was ich denke. Wer die Wahrheit nicht verträgt, soll mir nicht meine Zeit stehlen. «


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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Dave20009] - #2871410 - 25.10.2017, 23:48:22
FuerstThador
​TeutonischerSturm

Registriert: 19.12.2003
Beiträge: 5.630
Ort: NRW
Kommt immer auf das Verkehrsdelikt selbst an.
Raser muss man einfach bedeutend härter Bestrafen und auch Alkolenker oder jene die unter sonstigem Drogeneinfluss am Steuer sitzen müssen hart Bestraft werden.
Alles eigengtlich was Verkehrsgefährdend ist, sollte man hart bestrafen.

Bei manch anderen dingen, könnte man was lockerer seien.
_________________________
Die meisten Leute arbeiten an EILIGEN Dingen,nicht an den WICHTIGEN.

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: FuerstThador] - #2873224 - 06.11.2017, 22:06:12
xXsmartlXx

Registriert: 19.09.2004
Beiträge: 7.945
Huhu,

es gehört eindeutig härter bestraft. Vor allem für Täter, die öfter aufgefallen sind mit Delikten wie Straßenrennen, Alkoholfahrten, Drogeneinfluss, etc. - meistens werden sie auf freiem Fuß angezeigt und dürfen weiterfahren. Ich verstehe oft die Berichte nicht, wenn man die Vorstrafen mit der Konsequenz vergleicht. Aber okay.

Ich fände auch höhere Geldstrafen für Handy am Steuer, zu schnell fahren im Dorf, etc. auch nicht schlecht, eventuell auch an andere Strafen zu denken wie schnellerer Führerscheinentzug oder gar eine Autobeschlagnahmung bei Autorennen. :)

Aber die Strafen bei illegalen Autorennen wurde ja zum Glück erhöht.

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: xXsmartlXx] - #2873247 - 06.11.2017, 22:51:50
Dreamboy-1996 <3
​#WirSindKeineBots

Registriert: 15.06.2010
Beiträge: 4.024
Das, was als aller erstes höhere Strafen benötigt, ist das Blockieren und/oder Ausnutzen von Rettungsgassen. Das machen leider immer noch viel zu viele Kraftfahrzeutführer.

Ganz ehrlich, 200 EUR bzw. 320 EUR + 1 Monat Fahrverbot sind ein Witz für ein im Extremfall verlorenes Menschenleben. Hier sollte der Staat rigoros durchgreifen und die Strafen drastisch erhöhen. In Österreich beispielsweise werden für das Blockieren der Rettungsgasse etwas mehr als 700 EUR fällig, beim Befahren dieser sogar knapp 2.200 EUR. Strafen in dieser Höhe sind auch hier in Deutschland notwendig, damit die Fahrer sich merken, wie man sich im Falle eines Staus zu verhalten hat.

Zur Dokumentation solcher Verstöße könnte man nach und nach die Rettungsfahrzeuge mit Videogeräten ausstatten. So genannte "Dashcams" werden bei Privatpersonen immer beliebter, werden bei LKW-Fahrern seit Jahren bereits häufig eingesetzt. Leider gibt es hierzu auch noch keine Gesetze, die die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten klar regeln.


In diesen zwei Punkten sollte der Staat meiner Meinung nach deutlich nachbessern. Stattdessen diskutiert man über das Ende von Verbrennungsmotoren, doppelte Staatsbürgerschaften, Glyphosat, Kannabis und weitere, deutlich weniger wichtigere Themen.
_________________________
if ($ahnung == 'keine' ) { use ( FAQ ) && ( Google | | Suche ) }
if ($antwort == 0 ) { post ( Frage ) }

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Dreamboy-1996 <3] - #2873256 - 06.11.2017, 23:46:05
Der Benny Do
​Ich bin gütig

Registriert: 01.08.2016
Beiträge: 1.620
Ich bin für höhere Strafen bei Autorennen, ich finde es auch gut, dass jetzt eine Mordklage im Raum stehen kann, wenn man beim Autorennen einen Menschen tötet.

Das mit der Rettungsgasse ist auch heftig, ich kann mir gut vorstellen, dass hier höhere Strafen verhängt werden. Vor Allem sollte auch das Geisterfahren im Falle eines Staus härter bestraft werden.
Ich finde, dass man am Steuer ebenso Kippenrauchen verbieten sollte wie Handynutzung, denn es passiert nicht selten dass mal eine Kippe runterfällt oder die Kippe an der Lippe hängt und die Glut abschiebt.
Dann wird hektisch gesucht etc. Ein ziemlich großes Unfallrisiko wenn das passiert. Habe ich selber auf der Bahn miterlebt, der Typ hatte Probleme den Wagen in der Spur zu halten.

Glyphosat und Verbrennungsmotoren sind genau so wichtig zu diskutieren da beides dauerhaft die gesamte Menschheit schädigt. Auf die Gesamtzahl der zu erwartenden Toten durch Luft- und Bodenverschmutzung möglicherweise deutlich wichtigere Themen.


Bearbeitet von Der Benny Do (06.11.2017, 23:50:04)
_________________________
Wo ist mein Gutmenschengenderwischiwaschiweichspülgeschwafelkatalog?

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Der Benny Do] - #2880519 - 17.12.2017, 11:39:29
Dein DSL Freund
Forumuser

Registriert: 24.06.2010
Beiträge: 319
Der Lobbyismus der Autoindustrie ist in Deutschland noch immer so mächtig, dass es einfach nur Stückweit zur Verschärfung der hiesigen Gesetzeslgae führt.

Menschenleben tragen nicht zum BIP bei, ein PS starkes Auto jedoch umso mehr.

Tragisch aber wahr.

DSL

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Dein DSL Freund] - #2880540 - 17.12.2017, 14:47:50
FuerstThador
​TeutonischerSturm

Registriert: 19.12.2003
Beiträge: 5.630
Ort: NRW
Dein DSL Freund und was hat die PS Stärke eines autos damit zu tun wie man sich im Straßenverkehr verhält?
Ich fahre selbst ein Auto das über 400PS hat und dennoch Rase ich damit nicht durch die Stadt wie manch andere mit ihren 60PS Autos.
Auch kann die Autoindustrie nichts für das fehlverhalten von Nutzern eines Fahrzeuges.
Weshalb dein Beitrag hier irgendwie wirklich an der Thematik vorbei geht und mehr nach, ich motz mal lieber gegen Unternehmen, als mich ernsthaft mit Themen zu befassen klingt.

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: FuerstThador] - #2880733 - 18.12.2017, 15:35:11
Dein DSL Freund
Forumuser

Registriert: 24.06.2010
Beiträge: 319
Ja.

Da hast du Recht. Ich war in meiner Denkweise halt ein Stück weiter.

Ich bin für eine drastische Einführung härterer Strafen bei allen Verkehrsdelikte. Es gibt zahlreiche Ländern, die es vormachen, aber die Gründe warum wir nicht so sind, liegen ja in meinem vorherigen Beitrag nahe.

Gruß
DSL





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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Dein DSL Freund] - #2880755 - 18.12.2017, 19:04:28
FuerstThador
​TeutonischerSturm

Registriert: 19.12.2003
Beiträge: 5.630
Ort: NRW
Mir erschliesst sich immer noch nicht, was die Automobilindustrie damit zu tun hat?

Nicht die Auromobilindustrie sitzt am Steuer unter Alkohol oder sonstigem Drogeneinfluss, nicht die Automobilindustrie will sich cool vorkommen und macht Strassenrennen, nicht die Automobilindustrie Telefoniert während dem Fahren und auch schaut diese nicht beim Fahren in den Spiegel um sich zu schminken oder oder oder...

Als letztens ein Richter endlich mal Raser wegen Mordes verknackte, war es auch nicht die Automobilindustrie die aufschrie, auch nicht die CDU oder FPD und auch nicht die SPD, es waren die Grünen und die Linken die aufschrien das so ein Urteil zu hart wäre.

CDU und SPD haben ja erst gemeinsam die Gesetze verändert und dafür gesorgt das Raser härter bestraft werden können... hier müssen aber auch mal Richter und Staatsanwälte endlich härtere Urteile anstreben und aussprechen.
Darauf hat übrigens die Automobilindustrie auch keinerlei einfluss, wobei diese sich auch oft genug für härtere Urteile aussprachen.

Somit warst Du mit deiner Denkweise nicht ein stück weiter, sondern verrennst dich im Anti Automobilindustrie verhalten.

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: FuerstThador] - #2880761 - 18.12.2017, 19:42:13
Dein DSL Freund
Forumuser

Registriert: 24.06.2010
Beiträge: 319
Es ist immer einfach zu sagen, dass Delikte härter bestraft werden sollten. Man hätte so eine Umfrage starten können, JA oder Nein. Ohne Spielraum für eine Diskussion.

Aber dies ist ein Forum zur Diskussion und man sollte immer ein wenig schauen, ob die ein oder andere Aussage ja doch passend ist. Oder?

Folgendes kannst du dir gerne durchlesen, es betrifft verständlicherweise auch das Thema Autoindustrie, Wirtschaft und weitere wichtige Zweige, wo es auch um die hiesige Gesetzeslage geht. Also um "DAS THEMA HIER."

Die Macht der Lobbyisten bei der Gesetzgebung Von Florian Eder | Veröffentlicht am 20.09.2012

Lobbyisten attackieren Wirtschaft; Streit um Leipzigs neue Verkehrspolitik

VDA: Zielsetzung = Selbst formuliertes Ziel des VDA ist es, die Interessen der Automobilhersteller und Zulieferunternehmen national und international zu vertreten

Verkehrs- und Umweltsenatorin Günther will Dieselfahrzeuge aus der City verbannen und denkt an ein Fahrverbot vor Schulen zu Unterrichtsbeginn.


Die sind nur Beispiele aus der Vergangenheit und sehr aktuelle.

Unser Straßenrecht und die damit verbundene Strafsündenkartei wird u.a. von Lobbyisten betrieben, deren Ziel nicht die Gesundheit einzelner Mitbürgern erscheint, sondern wie vorab schon erwähnt. BIP Autoindustrie.

Wer diesen Zusammenhang nicht versteht oder erkennt,sollte sich den ein oder anderen Beitrag genauer anschauen/durchlesen.

Richter handeln nur so, wie es in der StVo steht und die ist noch immer im Sinne der Lobbyisten. Und solange die Gesetze so harmlos bleiben, wird sich auch nichts an der Statistik der Delikte verändern. Dank Lobbyisten natürlich.

Und deine Aussage bzgl CDU und SPD:
Hier hast du sie, Zitat Welt:
"Führerscheinentzug, bis zu fünf Jahren Haft: Knapp vier Monate vor der Bundestagswahl knöpfen sich Union, SPD und Grüne die Alltagsraser vor. Geschont werden soll jedoch eine andere Gruppe Autofahrer"

Uninteressantes Wahlkampfthema. Wer es glaubt, ist es selber schuld.

Und ich verrenne mich nicht. Ich sehe es lediglich wie es ist.

Gruß
DSL

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Dein DSL Freund] - #2880883 - 19.12.2017, 12:10:39
FuerstThador
​TeutonischerSturm

Registriert: 19.12.2003
Beiträge: 5.630
Ort: NRW
Also ich weiß ja nicht wo die Automobilindustrie verhindert das Gesetze gegen raser gemacht werden oder gegen sonstige sich nicht an Verkehrsregel haltende...

Naja, die Politik hat in den letzten 3 Jahren in sehr, ohja sehr vielen Städten soviele 30er Zonen gegen raser erschaffen, das deine Aussage amn würde Autofahrer schonen wollen, schon lange wiederlegt ist.

Wenn ich zb bei mir in Solingen heute eine Strecke fahren würde, die ich früher von meinem Haus aus bis in die City fuhr, hätte ich heute ganze 9 30er Zonen, wo ich noch vor 2 Jahren 0 30er Zonen hatte.
Aber glaub mal nicht das Raser dort heute nicht mehr Rasen würden... Nachteil haben nur alle anderen die nun durch die Stadt schleichen müssen.

Nen Nachbar von mir, war früher binnen 20 Minuten auf der Arbeit, heute brauch er für die selbe Strecke durch all die 30er Zonen die er durchqueren muss, fast eine ganze stunde.
Raser haben 0 Nachteile, die Rasen weiter, aber leute wie mein Nachbar haben längere Arbeitswege.

Deshalb siehst Du die dinge nicht wie sie sind, sondern lebst dich in deinem Blöde Automobilindustrie verhalten.

Die StVo ist ganz und gar nicht im sinne der Lobbyisten der Automobilindustrie, da die StVo nicht für oder gegen die Industrie gemacht wird, sondern das Verhalten der Nutzer im Straßenverkehr geregelt wird, unabhängig was für Fahrzeuge diese nutzen.

Einzig wo sich die Automobilindustrie einmischt ist, wenn es sich um Abgasnorme, Farb-Plaketten handelt und eben um die Antriebsart allgemein, da hier die Gesetzgeber oft nicht verstehen wollen, das man für Ideen auch viel mehr Zeit braucht und vor allem das man nicht den Kuchen essen kann, bevor man die Zutaten dafür hat, diese zum Teig machte und dann gebacken hat, aber das hat auch nichts wirklich mit dem Fahrverhalten der Nutzer zu tun am ende.

Die Automobilindustrie tut schon sehr viel für die Verkehrssicherheit, dazu gehören Warnsysteme, selbstständiges abbremsen eines Fahrzeuges, Automatisisertes Fahren des Fahrzeuges, all das wird derzeit immer weiter verbessert, so das sowas mal Standart als Fahrhilfen kommen wird um eben Raser auszubremsen und Unfälle durch unachtsamkeit auf ein Minimum verringert werden kann.
Doch hier redet die Politik zwar oft das man all dies will, aber hindern oftmals das Flächendeckende gute austesten der Technik und Krisieren dann widerrum die Automobilindustrie das von denen zu wenig käme, wie in vielen anderen bereichen auch.

Und wie gesagt, nicht die Industrie und nicht das Auto selbst ist für das Verantwortlich, was die Autolenker und Autolenkerinnen damit anstellen und auch nicht dafür, was der Gesetzgeber für Regeln aufstellt und die Richter an urteilen fällen, wobei letztere die Richter ständig weit unter dem Strafmaß bleiben, das ihnen jetzt schon zur verfügung steht.

In Solingen wurde letztes Jahr eine fast 80Jährige von einem Raser zu tode gefahren, der in seinem Auto über 130 sachen durch eine 30er Zone jagde, über rot in die Kurve fuhr und dann auch noch Fahrerflucht begangen hat... hier wäre ein Strafmaß vom Gesetz her machbar Führerschein auf Lebenszeit weg und mehrere Jahre haft, aber er bekam nur 6 Monate Fahrverbot und 1Jahr haft auf Bewährung.
Da kann keine Industrie was für, da ist das Versagen bei Gericht und Politik.



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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: FuerstThador] - #2880908 - 19.12.2017, 15:17:28
Dein DSL Freund
Forumuser

Registriert: 24.06.2010
Beiträge: 319
Es ist ja schon zu lesen, wie es derzeit in Solingen ausschaut. Nur ist dieser Beitrag nicht auf Solingen gerichtet, sondern umfasst ein allgemeine Thematik.

Wie ich aber erkennen kann, hast du meine Vorlagen nicht durchgelesen, sonst würdest du dich nicht nur auf Solingen beziehen. Es interessiert dem Politiker, die Autoindistrie oder einer anderen Institution nicht, warum der Nachbar nunmehr länger braucht.

Gerne reiche ich hier weieter Beiträge ein, die deine o.g. Aussage wiederlegen. Und sie kommen ja nicht von mir, es sind Aussagen von Politiker, und Co:


Mathias Bröckers, Ines Pohl (Hrsg.): „Fünfzig einfache Fragen, auf die es nur eine Antwort gibt: Schluss mit Lobbyismus

„Auf massive Kritik stieß der Vorschlag des NRW-Grünensprecher aus Düsseldorf Arndt Klocke, erst in NRW und dann bundesweit ein Tempolimit auf Autobahnen einführen zu wollen. „Hier geht es wieder nur darum, die Autofahrer zu gängeln, den Verkehr zu verlangsamen und die Wirtschaft zu blockieren,“ so Dr. Michael Haberland, 1. Vorsitzender des neuen Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. „Die Deutschen sind sehr gute Autofahrer, zudem hat Deutschland die besten und sichersten Autobahnen der Welt. Nirgends passieren so wenige Unfälle wie auf Deutschlands Autobahnen. Warum sollen wir das ändern? Das ist pure Ideologie von gestern.“

In einem der wenigen Länder weltweit darf auf deutschen Autobahnen gerast werden, was die Kiste hergibt. Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es nur auf rund vierzig Prozent der Autobahnstrecken ganz oder zeitweilig. Dabei wären die direkten Folgen eines Tempolimits erst einmal gar nicht so gravierend. Mit einem Tempolimit von rund 120 Stundenkilometern auf den Autobahnen ließen sich zwar jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen. Allein der Autoverkehr verursacht jährlich aber rund 85 Millionen Tonnen. Auch die hohe Zahl der Verkehrstoten würde ein Tempolimit wohl nicht deutlich senken. Die meisten der rund 4 000 Unfälle mit Todesfolge gibt es auf der jetzt schon geschwindigkeitsbegrenzten Landstraße. Warum also dann die ganz große Auseinandersetzung?
Da ist zum einen die Struktur der deutschen Automobilindustrie, zum anderen der lautstarke PS-Fanclub ADAC

Und nur als Anmerkung: Lobbyisten beraten unsere Politiker. Die Schätzungen liegen bei 5000 bis 6000. Nur in Berlin.

Gruß
DSL

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Dein DSL Freund] - #2880910 - 19.12.2017, 15:21:34
Sysadm
​Oh Captain, my Captain!

Registriert: 26.06.2015
Beiträge: 2.628
Antwort auf: Dein DSL Freund

„Auf massive Kritik stieß der Vorschlag des NRW-Grünensprecher aus Düsseldorf Arndt Klocke, erst in NRW und dann bundesweit ein Tempolimit auf Autobahnen einführen zu wollen. „Hier geht es wieder nur darum, die Autofahrer zu gängeln, den Verkehr zu verlangsamen und die Wirtschaft zu blockieren,“ so Dr. Michael Haberland, 1. Vorsitzender des neuen Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. „Die Deutschen sind sehr gute Autofahrer, zudem hat Deutschland die besten und sichersten Autobahnen der Welt. Nirgends passieren so wenige Unfälle wie auf Deutschlands Autobahnen. Warum sollen wir das ändern? Das ist pure Ideologie von gestern.“


Stößt bei mir allerdings auch schlecht auf.
Überall muss ich drauf achten wie schnell ich fahren darf und und und, da möchte ich wenigstens auf der Autobahn das ausleben was mir überall anders untersagt ist.
Und es gibt genügend stellen mit Tempolimit auf der Autobahn da will ich die strecken wo ich wirklich noch darf auch wirklich noch ausnutzen.
Ich bin nämlich weder ein "Nie mehr als 120" Typ noch ein "Ab 130 frisst der zuviel Sprit"
Irgendwo möchte ich die Leistung von meinem Auto auch spüren.
_________________________
Wir haben dieses Land nicht von unseren Vätern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.


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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Sysadm] - #2880914 - 19.12.2017, 16:03:24
Dein DSL Freund
Forumuser

Registriert: 24.06.2010
Beiträge: 319
Das sehe ich natürlich auch so.

Ich würde mir auch keinen Sportwagen zulegen wollen, wenn ich damit nichtmal mehr "zügig" über die Autobahn fahren könnte.

Das wäre für mich wie, ich habe hunger und gehe in einem 5 Sterne Restaurant und bestelle mir eine Bockwurst mit Pommes. Gibt bestimmt welche, die es machen, :D

DSL Gruß

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Dein DSL Freund] - #2880915 - 19.12.2017, 16:10:41
FuerstThador
​TeutonischerSturm

Registriert: 19.12.2003
Beiträge: 5.630
Ort: NRW
Solingen dient hier eben auch nur als Beispiel, da selbes kann man über fast alle Städte im Land sagen...
Zitat:
„Auf massive Kritik stieß der Vorschlag des NRW-Grünensprecher aus Düsseldorf Arndt Klocke, erst in NRW und dann bundesweit ein Tempolimit auf Autobahnen einführen zu wollen. „Hier geht es wieder nur darum, die Autofahrer zu gängeln, den Verkehr zu verlangsamen und die Wirtschaft zu blockieren,“ so Dr. Michael Haberland, 1. Vorsitzender des neuen Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. „Die Deutschen sind sehr gute Autofahrer, zudem hat Deutschland die besten und sichersten Autobahnen der Welt. Nirgends passieren so wenige Unfälle wie auf Deutschlands Autobahnen. Warum sollen wir das ändern? Das ist pure Ideologie von gestern.“

Wozu auch Tempolimits auf allen Autobahnen? Kein Drängler und Raser hält sich an ein Tempolimit, egal wie niedrig du es ansetzt!
Wer meint er könne Raudis per Tempolimit einfangen, der Irrt einfach und verweigert sich der Realität!
Auch bringt kein Tempolimit was gegen jene die unter Alkohol und sonstiger Drogen am Steuer sitzen und eben die meisten Unfälle bauen.
Auch ist es nicht so das schnell fahren zu mehr Unfällen führt, wenn denn Reifen und Bremsen im guten zustand sind und eben der fahrer nicht unter einfluss von Bewusstseinveränderten Mitteln steht.

Ich selbst fahre nun schon seit meinem 18Lebensjahr Auto und habe immer Fahrzeuge gehabt mit sehr viel PS, unter 400PS hab ich noch kein Auto gefahren außer bei der Bundeswehr die Dienstfahrzeuge, aber ich selbst habe noch nie einen Unfall selbst verursacht.
Da meine Fahrzeuge immer im Top Zustand sind, ich niemals unter Alkohol oder sonstigem Rauschmittel gefahren bin und auch nicht am Steuer Telefoniere oder sonstige dinge tue die mich ablenken.
Wieso zum teufel also soll ich wegen derer die sich nicht an Regeln halten benachteiligt werden?
Nur weil ihr Industriegegner und Verbotsideologen euch solche Fahrzeuge nicht leiste könnt oder einfach nichts mit guten Autos anzufangen wisst?

Und was bitte hat das einsparen von Kohlendioxid mit der Verkehrssicherheit zu tun, wozu einzig die StVo zuständig ist.
Und ja, Lobbyisten beraten unsere Politiker, weil die Lobbyisten auch jene sind die mehr Ahnung von etwas haben, als unsere Politiker.
Ich bin Persönlich auch Lobbyist der Sicherheitsbranche und Berate auch Politiker in Sicherheitsfragen, da ich durch meine Bundeswehrzeit und der Zeit bei der KSK und dem das ich mir schon zur BW Zeit ne Sicherheitsfirma aufbaute die ich auch heute noch habe und die International tätig ist und ja, ich somit einfach auch mehr Ahnung habe vom Thema als eben 99% aller Politiker des Landes.
So ist es nunmal, Lobbyisten sind am ende nunmal nichts anderes als auch eben Experten auf einem Sachgebiet.
Es sollte bei der Politik nicht um Ideologische Blindheit gehen, sondern um Sachkentnisse und auf Fakten und somit wert auf Fakten basierende Beratungen gelegt werden.
Ja dazu dienen Lobbyisten, genau so wie auch um den Zusammenhang mit Gesetzlichen änderungen auf die Wirtschaftslage klar zu machen, da gerade die Autoindustrie als Hauptarbeitgeber im Land auch sehr wichtig ist, vor allem wenn man weiterhin auch sich einen Sozialstaat leisten können will.
Übrigens haben die Automobilhersteller und Tuner schon sehr viele Vorschläge gemacht, wie man weniger Kohlendioxid in der Luft haben kann, ohne mit Verboten daher zu kommen, nur eben sind Umweltverbände und Grüne nicht in der Lage sich Rational mit etwas zu befassen ohne ihre Ideologie Blind zu verfolgen.
Wusstest Du übrigens das in den meisten Städten die Luft schlechter ist, weil dort heute rund 50% weniger Bäume sind als noch vor 10 Jahren und nicht weil der Verkehr so zugenommen hat?
Klar lieber Tempolimit und Dieselverbot, statt wieder mehr Bäume zu Pflanzen und weniger davon zu fällen ist der einfachere Weg für Grüne Ideologen geworden, aber ist eben der falsche weg.
Auch Benziner und Diesel verbieten zu wollen in Städten, bevor man überhaupt ein Funktionierendes Netz für E-Fahrzeuge aufgebaut hat, zeigt doch wie Dumm Ideologen sind wenn es um Rationales denken geht.
Die Automobilindustrie hat gar nichts gegen E-Autos, die forschen da ja enorm und bringen sogar immer bessere Sportfahrzeuge auf den Markt, aber der Nutzer will es nicht Kaufen, da er eben in Deutschland nie weiß ob er überhaupt wo ankommt.
Hier versagt auch nicht die Industrie, sondern der Gesetzgeber der zuviel auf Grüne Ideologische Berater gesetzt hat, statt auf das was die Industrie seit Jahren klar aufzeigte, was vorher erst passieren muss.
Drum ja meine Aussagen eben betreffend, man ißt den Kuchen nicht, bevor man den Kuchen gebackt hat!
Aber da schweifen wir vom Thema ab, da hier geht es um Verkehrsdeligte und Härtere Urteile und nicht um Grünes Wunschdenken Autos zu Verbieten...
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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: FuerstThador] - #2882573 - 30.12.2017, 00:40:24
Siun
Nicht registriert


Ich habe heute meine Prüfung zum Sternenflottenoffizier bestanden und zwar mit
einer sehr guten Note und kann nur über eure Diskussionen lachen! Diesel! Paar Kmh zu viel,
Feinstaub und so weiter und so fort, was den Grünen und sonstigen Deppen halt so einfällt..
LOL. Bei uns geht es um die Energieerzeugung damit wir ein vielfaches der Lichtgeschwindigkeit erreichen!

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: ] - #2882593 - 30.12.2017, 10:34:11
JagAdministrator

Registriert: 08.04.2003
Beiträge: 14.260
Siun, für die Summe deiner sinnlosen und unnötigen Beiträge, welche nur zum trollen des Forums dienen, erhältst du nun eine 3-tägige Sperre.
Dir wurde mittlerweile des Öfteren mitgeteilt, dass diese Art von Beiträgen unerwünscht und zu unterlassen sind.
Wenn du nur darauf aus bist, sinnfreie und dumme Beiträge zu verfassen, dann suche dir dafür bitte eine andere Plattform.
Ansonsten gilt für dich natürlich auch der Forumsknigge an die du dich zu halten hast.

Jag

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Dave20009] - #2884069 - 09.01.2018, 14:55:16
Keemo

Registriert: 23.01.2005
Beiträge: 5.256
Ich mache es kurz und knapp:

Bei schweren Verkehrsdelikten meiner Meinung nach: Ja - dies (aber nicht nur für Autofahrer), sondern auch für Radfahrer ggf. Fußgänger (letztere sind manchmal auch nicht ohne).

Ansonsten in einigen Ländern richtet sich das Bußgeld als Bsp. nach den Monats- bzw. Jahreseinkommen (zum Beispiel in Åland), wo dieses einkommensabhängig festgesetzt wird. Finde diesen Ansatz persönlich ganz gut & habe mich schon seit Jahren gefragt, wieso dies in Deutschland zum Beispiel im Gegensatz zum Strafrecht nicht möglich ist.

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: Keemo] - #3124889 - 27.04.2020, 18:51:53
SSA David Rossi

Registriert: 04.12.2013
Beiträge: 371
Hallo,


vielleicht haben es einige von Euch schon mitbekommen: Der Bußgeldkatalog wird verschärft!

Zu den Maßnahmen gehören unter Anderem Anpassungen bei Geschwindigkeitübertretungen (innerorts wie außerorts)

Warnung! Spoiler!


Außerorts:

... bis 10 km/: 20 Euro (bislang 10 Euro)
... 11 bis 15 km/h: 40 Euro (bislang 20 Euro)
... 16 bis 20 km/h: 60 Euro (bislang 30 Euro)
... 21 bis 25 km/h: 70 Euro plus Punkt
... 26 bis 30 km/h: 80 Euro plus Punkt
... 31 bis 40 km/h: 120 Euro plus Punkt
... 41 bis 50 Euro: 160 Euro plus zwei Punkte
... 51 bis 60 km/h: 240 Euro plus zwei Punkte
... 61 bis 70 km/h: 440 Euro plus zwei Punkte
... über 70 km/h: 600 Euro plus zwei Punkte

innerorts:

... bis 10 km/: 30 Euro (bislang 15 Euro)
... 11 bis 15 km/h: 50 Euro (bislang 25 Euro)
... 16 bis 20 km/h: 70 Euro (bislang 35 Euro)
... 21 bis 25 km/h: 80 Euro plus Punkt
... 26 bis 30 km/h: 100 Euro plus Punkt
... 31 bis 40 km/h: 160 Euro plus zwei Punkt
... 41 bis 50 km/h: 200 Euro plus zwei Punkte
... 51 bis 60 km/h: 280 Euro plus zwei Punkte
... 61 bis 70 km/h: 480 Euro plus zwei Punkte
... über 70 km/h: 680 Euro plus zwei Punkte


Wichtiger als die Änderungen im Geldbeutel ist aber wohl die Folgende: Ab 26 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung ist nach den neuen Regeln der Führerschein weg - und zwar auch bein Ersttätern!

Auch Falschparken und Ähnliches wird teurer:
Warnung! Spoiler!

...Parken an einer unübersichtlichen Stelle: 35 Euro (bisher 15 Euro)
...Parken in einer Feuerwehrzufahrt: 55 Euro (bisher 35 Euro)
...Parken auf einem Behindertenparkplatz: 55 Euro (bisher 35 Euro)
...Parken in zweiter Reihe mit Behinderung: 80 Euro plus ein Punkt (bisher 25 Euro)
...Halten in zweiter Reihe: 55 Euro (bisher 15 Euro)
..Verursachen von unnötigem Lärm oder Abgasbelästigung (zum Beispiel Auto im Winter warm laufen lassen): 80 Euro (bisher 10 Euro)
..unzulässiges Befahren einer Umweltzone: 100 Euro (bisher 80 Euro) .


Unter Regeln zum Schutz für Radfahrer wird zusätzlich noch Folgendes aufgeführt:


Warnung! Spoiler!
Regeln zum Schutz von Radfahrern:
.. Das Halten auf Fahrrad-Schutzstreifen - also aufgemalten Radwegen auf der Straße - ist von jetzt an verboten. Bisher war Halten bis zu drei Minuten erlaubt. Strafe: Ab 55 Euro - in schweren Fällen bis 100 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister, also in „Flensburg“
... In Straßen mit einem Radweg ist das Parken an Kreuzungen und Einmündungen in einem Abstand von acht Metern von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten verboten - sonst sind es fünf Meter.
....Beim Überholen von Fahrrädern, Fußgängern und Elektro-Tretrollern gilt innerorts ein Mindestabstand von 1,5 Metern, außerorts von zwei Metern. Bisher war nur ein „ausreichender“ Abstand vorgeschrieben.
....LKW über 3,5 Tonnen müssen innerorts beim Rechtsabbiegen in Schrittgeschwindigkeit fahren, wenn mit Rad- oder Fußverkehr gerechnet werden muss. Strafe: 70 Euro und ein Punkt.


Insgesamt bin ich mit den Änderungen sehr zufrieden. Sie gehen mir aber noch nicht weit genug. Besonders sauer stößt mir auf, dass die Strafen noch immer nicht an das Einkommen gekoppelt sind. Hier werden Geringverdiener einfach unfair mehrbelastet, während sich Gutverdiener sprichwörtlich immer noch "mehr" erlauben können.
Generell ist die Höhe der Strafen im Vergleich zum (europäischen) Ausland immer noch lächerlich.

Was außerdem noch dazu kommt: ich würde VIEL VIEL ÖFTER Leute zur MPU schicken. Im Moment kann man sich da meines Erachtens noch viel zu viel erlauben im Straßenverkehr, bis überhaupt mal geguckt wird, ob jemand psychisch in der Lage ist, ein Kraftfahrzeug zu führen.
Da muss man ja teilweise hahnebüchene Ausreden lesen, warum Leute im Straßenverkehr "mal was übersehen".
Das muss man sich mal überlegen: da fahren Leute mehrere Tonnen Auto durch die Gegend, die nicht in der Lage sind, den Verkehr und seine Zeichen zu beachten. Ist für mich nicht nachvollziehbar. Alle ab zur MPU.

Dann würde man schlagartig feststellen, wie schnell die Straßen leerer werden - und sicherer für mich als Fußgänger. Die ganzen unaufmerksamen Verkehrshetzer können dann entspannt mit mir im Bus sitzen und deren Führerschein dient denen dann auch nicht mehr als Wettbewerbsvorteil bei Bewerbungen, wenn sie doch eh nicht wirklich fahren können.

Auch was das Falschgeparke angeht. Wie oft muss ich als Fußgänger auf die Straße ausweichen, oder mich schon halb auf die Straße stellen, weil Leute spontan vergessen, wie man zu parken hat? Ne, keiner mag mal 5 Minuten zu seinem Auto laufen, liebert parkt man falsch, kost ja nix und hat auch sonst keine Konsequenzen.

Also, wie gesagt, insgesamt bin ich zufrieden mit den Änderungen - aber es ist noch viel zu wenig. Und ihr so?

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Re: Sollte man Verkehrsdelikte härter bestrafen? [Re: SSA David Rossi] - #3125213 - 02.05.2020, 11:41:25
Secki schläfrig
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Antwort auf: SSA David Rossi

Dann würde man schlagartig feststellen, wie schnell die Straßen leerer werden - und sicherer für mich als Fußgänger. Die ganzen unaufmerksamen Verkehrshetzer können dann entspannt mit mir im Bus sitzen und deren Führerschein dient denen dann auch nicht mehr als Wettbewerbsvorteil bei Bewerbungen, wenn sie doch eh nicht wirklich fahren können.


Du sprichst hier die Fußgänger an...
Der Großteil der Fußgänger und Radfahrer sind nicht unbedingt besser wie die Autofahrer die du hier anprangerst.
Jeden Tag rennen Menschen einfach über die Straße ohne zu gucken und meistens sind sie nur 5-10 Meter von einer Ampel entfernt.
Das beste Beispiel ist ein Überweg der ein 30 KmH Schild hat, da fahren wirklich alle jeden Tag 30!.
Es liegt genau zwischen zwei Altenheimen, was machen die Angestellten? Sie rennen lieber hinter der 30er Zone (wo kein Überweg ist) über die Straße anstatt den Weg zu nutzen der vor einem Jahr extra geschaffen wurde.
Das im Straßenverkehr etwas passieren muss und man es noch ausweiten könnte steht außer Frage.
Hier muss man dann aber alle Verkehrsteilnehmer mit einbeziehen, wo auch die Fußgänger zu gehören.
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Perfektion ist scheinbar nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn nichts mehr weggenommen werden kann.

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