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Goslarer Sanatorium - #1857106 - 09.10.2009, 16:43:13
superbayernfan11
Forum​user​

Registriert: 13.09.2007
Beiträge: 462
Ort: Hagen :)
Hallo,
ich hoffe ihr kennt das Goslarer Sanatorium.

Geschichtliches ( um den Sinn zu verstehen):
1892 wurde auf dem 'Königsberg' ein Haus gebaut, der Hauseigentümer verstarb wenig später.
Der Rest wurde 1895 erbaut und es wurde eine Heilanstalt gegen Tuberkulose.
Später im laufe der Zeit wurden behinderte Kinder und - wenn mich nich alles täuscht- Physisch Kranke Kinder in diese Heilanstalt gebracht.
1970 kam das aus für das Sanatorium, denn die Tuberkulose ging zurück.
Zwischen den Jahren um 1900 und 1970 hat die Anstalt ein paar mal den besitzer gewechselt, und alle versprachen, das Haus wieder aufbereiten zu können, das nach den Jahren immer mehr verfiel.
Hierzu mal was Kopiertes:

Zitat:
Nutzung als Tuberkulose-Heilanstalt (1895 bis 1970)
1892
Bau eines Privathauses auf dem Königsberg durch einen Goslarer Bürger, der kurz darauf stirbt.

1895
Am 2. Mai wird in dem ehemaligen Privathaus das Genesungsheim Königsberg von der Landesversicherungsanstalt (LVA) Hannover durch Geheimrat Liebrecht (Leiter der LVA) als erste deutsche Heilstätte der deutschen Sozialversicherung gegründet. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland bisher nur private Sanatorien und solche mit karikativen Kostenträgern.

bis ca. 1915
Erweiterung um zahlreiche Gebäude und landwirtschaftlichen Anhang zur eigenen Viehhaltung (Kühe, Pferde und Schweine).

ab ca. 1939
Während des 2. Weltkrieges dient die Heilstätte vermutlich als Übungslager (so zumindest die Bezeichnung auf einer zeitgenössischen Postkarte). Möglicherweise sind auch Soldaten mit kriegsbedingten Lungenverletzungen hier behandelt worden.

ab ca. 1948
Umfangreiche Renovierungsarbeiten vor allem im Inneren der Gebäude, um den Kurablauf an modernere Auffassungen anzupassen. In den kommenden Jahren gleicht die Anlage eher einem Kurhotel als einer Krankeneinrichtung - samt kultureller Veranstaltungen, Filmvorführungen, Vorträgen, Gesellschaftsspielen und Gottesdiensten.

1957
Die eigene Viehhaltung ist unrentabel und wird aufgegeben. Einige Viehweiden werden mit der Stadt Goslar gegen angrenzende Waldstücke getauscht. Eine Viehweide direkt am Gelände wird zu einem Park mit Minigolf-Anlage hergerichtet.

1968/1969
Es gibt erste Gerüchte zur Schließung der Anlage, denen jedoch von offizieller Seite her widersprochen wird. Zu diesem Zeitpunkt beherbergt die Lungenheilanstalt 65 (ausschließlich männliche) Patienten.

1970
Lange hat das Versprechen nicht gehalten - im Mai entschließt sich die Landesversicherungsanstalt, das Genesungsheim bis Ende des Jahres aufgrund der ständig sinkenden Zahl an Tuberkulosekranken zu schließen, da eine rationelle Ausnutzung der Heilanstalt nicht mehr möglich ist. Von den akut behandelten Patienten muss jedoch niemand verlegt werden, da bis zur Schließung die Kuren ohnehin abgelaufen sind.

Nutzung als Heim für behinderte Kinder (1974 bis 1984)
1974
Die Cornelius-Helferich-Stiftung erwirbt zum 1. Januar 1974 das Gelände und die Gebäude, um ein Behandlungs-, Rehabilitations- und Pflegeheim für geistig behinderte Kinder zu errichten. Bereits während der ersten Umbaumaßnahmen ziehen die ersten Kinder auf das Gelände, die von philippinischen Schwestern betreut werden. Angepeilt wird eine Kapazität von 80 bis 100 Kindern (die allerdings nie erreicht wird); geplant ist außerdem ein neues Schwesternwohnheim sowie die Einrichtung einer heimeigenen Sonderschule. Cornelius Helferich finanziert den gesamten Auf- und Ausbau dieses sowie weiterer Sanatorien aus seinem Privatvermögen. Die Unterbringungskosten werden weitgehend von überörtlichen Bundessozialhilfeträgern übernommen. Die Häuser sind angewiesen, kostendeckend zu arbeiten, müssen jedoch keine Gewinne erwirtschaften.

1976
Im November brennt die Gymnastikhalle auf dem Gelände bis auf das verkohlte Gerippe der Konstruktion nieder. Zu Schaden kommt niemand, ein Übergriff der Flammen auf benachbarte Häuser kann die Feuerwehr verhindern.

1982
Im November nimmt die Kasseler Kriminalpolizei nach einer Anzeige niedersächsischer Behörden wegen Verdachts auf "Betrug zum Nachteil des niedersächsischen Landessozialamtes" erstmals Ermittlungen gegen die Helferich-Stiftung auf. Im Laufe der kommenden Monate ist Stiftungsführer Cornelius Helferich in mehrere Gerichtsverfahren verwickelt, die später wegen seiner andauernden Verhandlungsunfähigkeit allesamt eingestellt werden.

1984
Zum 30. September wird das Sanatorium aufgrund nicht eingehaltener Auflagen des Landessozialamtes geschlossen. So habe die Aufsichtsbehörde wiederholt die baulichen Zustände kritisiert, ohne dass etwas geändert worden war, woraufhin die Genehmigung zum Betrieb des Heimes zurückgezogen wurde. Im Vorfeld der angekündigten Schließung werden zahlreiche Stimmen von Angestellten laut, nach denen die Heimführung kein Interesse an der Rettung des Heimes gezeigt habe. Am 27. August werden die letzten Kinder in andere Heime gebracht.

Dornröschenschlaf und Verfall (1984 bis heute)
1984
In der Nacht zum 8. September - zwei Wochen nach der Verlegung der letzten Kinder - brennt das Hauptgebäude, obwohl zu diesem Zeitpunkt ein Hausverwalter über das Gelände wacht. Das Feuer bricht im Treppenhaus aus; Brandbeschleuniger deuten auf Brandstiftung hin, die Täter werden jedoch bis heute nicht ermittelt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 300.000 DM. Das Feuer und der spätere Einsturz des Gebäudes sind mit daran Schuld, dass der Bestandsschutz für das Sanatorium erlischt. Die Gebäude werden (unter Beobachtung eines Hausverwalters) anschließend sich selbst überlassen und verfallen zusehends (vgl. Details und Zeitungsartikel).

1993
Der Landkreis Goslar muss rund ein halbes Dutzend Autowracks entfernen, die illegal auf dem Gelände entsorgt wurden.

1996
Am 26. August 1996 kommt es zu einem Familiendrama, als der Hausmeister, der mit seiner Familie auf dem sonst verlassenen Gelände wohnt, damit droht, seine Familie umzubringen und sein Haus anzuzünden. 40 Polizeibeamte und ein Sondereinsatzkommando überwältigen den Familienvater, die Familie bleibt unverletzt (vgl. Details und Zeitungsartikel).

1997
Die Cornelius-Helferich-Stiftung verkauft zum 1. Mai das Grundstück an die Magdeburger Firma PT Projekt-Team Verwaltungs GmbH. Da eine erneute Nutzung als Heilanstalt als auch eine anderweitige Nutzung des Geländes zu diesem Zeitpunkt undenkbar erscheinen, bleibt laut Presse bei diesem Deal der Eindruck eines reinen Abschreibungsgeschäft zurück.

2003
Mit fortschreitender Dauer des Verfalls wird die Bewachung des Geländes überflüssig. Dem letzten Bewohner im Pförtnerhaus wird daher gekündigt. Grundstück und Gebäude sind seitdem unbewacht.

2004
Das "Harzer Panorama" macht auf die unhaltbaren Zustände auf dem Gelände aufmerksam. Unter anderem wird auf den noch nicht entleerten Heizöltank hingewiesen, der seit Jahren vor sich hinrostet. Im Zuge der Berichterstattung stellt sich heraus, dass das Unternehmen "Haus & Grund" als Vermarkter aktiv ist. Wolfgang Behr, Geschäftsführer des Unternehmens Behr & Partner, vermeldet als Grundstücks-Eigentümer erste Visionen von einem Sporthotel oder einer Ferienwohnanlage (Wolfgang Behr war/ist ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter der PT Verwaltungs GmbH).

2007
Behr & Partner bekräftigen im Januar erneut ihr Vorhaben, zeitnah auf dem Gelände Ferienwohnungen errichten zu wollen. Der Wasserturm - möglicherweise auch die Liegehalle - sollen erhalten bleiben. Derzeit werden entsprechende Konzepte ausgearbeitet. Von der Idee eines Sporthotels ist das Unternehmen abgerückt.

2009
In der Nacht vom 24. auf den 25. Juni brennt erneut das Haupthaus samt seiner Nebengebäude! Der Feuerwehr, mit 165 Mann vor Ort, bleibt nichts übrig, als das baufällige Ensemble kontrolliert niederbrennen zu lassen und am darauf folgendem Tag einzureißen. Von dem einst prächtigen Gebäude bleibt nur das Kellergeschoss samt Küche unter einem Schuttberg übrig. Wieder gilt Brandstiftung als wahrscheinliche Ursache (Foto: Schenk/Goslarsche Zeitung).



Heute - und deswegen bin ich eigentlich hier - sagt man sich die merkwürdigsten sachen.

Leute, die alleine dorthin zum Königsberg gingen, um sich das zum Teil verfallene Gründstück anzusehen, erzählen, dass sie ein Klopfen hören würden.
In manchen Häusern hören sie Schritte übr ihnen, wenn sie hoch gehen, sind die Schritte unten. (*Gänsehaut bekomm*). Sie hören Kinderlachen, doch es ist nirgens ein Kind zu sehen?
Oftmals Nachts wenn man hingeht, sieht man einen weissen schein, doch einen Augenblick Später ist er weg!
EInmal im Pförtnerhaus waren Leute, und haben ein Foto vom Dachboden gemacht, von unten, denn sie konnten nicht hoch, da die Leiter fehlte, aus dem Foto war eine Hand mit 4 Fingern abgebildet.

Was denkt ihr darüber?
Ich hab mir zum gebi gewünscht, nachts um 11 einmal dazusein.
Leider wohnen wir sehr weit weg.

Vielleicht Goslarer hier, die mal da waren?
Ach und bitte: Beiträge alla 'Du spinns' kann man sich Sparen, ich glaube an die vorkommnisse dort.
_________________________
Minecraft, du alte Säuche! :D xD

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Re: Goslarer Sanatorium [Re: superbayernfan11] - #1859308 - 13.10.2009, 20:54:24
chucky19
Dat M​örder​ding​

Registriert: 27.07.2003
Beiträge: 3.062
Ort: Bottrop
Moin,

um zu überprüfen ob eine Avocado reif ist, einfach einen Zahnstocher am Stielende einführen. Lässt Er sich leicht reindrücken, so ist sie reif.


Mfg me :-P
_________________________
cool Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemanden überholt werden cool

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Re: Goslarer Sanatorium [Re: chucky19] - #1859547 - 14.10.2009, 11:50:04
thunderdragon007

Registriert: 26.10.2006
Beiträge: 213
Ort: Nähe Kassel
Hey superbayernfan1 1,
ich glaube Dir zwar, mit dem Sanatorium und so weiter...
Aber meinst du nicht auch, dass der Thread bei "Esoterik, Mythologie & Astrologie" besser aufgehoben wäre? :)

_________________________
be happy &' just do it. (:

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