Es liegt in der Natur jedes hierarchischen und nicht auf Demokratie basierenden Systems, einem bestimmten Kreis zumeist auf niedrigeren Machtstufen stehender Menschen bestimmte Informationen vorenthalten zu wollen. Genauso ist es aber zumeist so, dass letztlich jeder über diese geheimen Informationen verfügt. Zur Demonstration der eigenen Stärke muss dann zwar dennoch der Schein des Geheimnisvollen und Top-secret-haften gewahrt bleiben, letztlich ist das aber nur Ausdruck der Hilflosigkeit und des Desinteresses, mit den wie auch immer an die Informationen Gelangenden zu diskutieren und die unter Verschluss gehalten Informationen hinterfragen zu lassen. Insofern ist es einfach weniger anstrengend, Kritiker, die Teile der Geheiminfos zu bemängeln haben, des Besitzes bzw. der Zitation eben jener Informationen zu bezichtigen und sie dahingehend zu sanktionieren, als mit ihnen über diese zu diskutieren. Dass dies zwar verständlich ist, das vehemente Pochen auf die angebliche Vertrautheit des nahezu grenzenlos kursierenden Dokuments der A-Doki aber ebenso hochgradig albern ist, steht außer Frage - ebenso allerdings, dass jeder selbst die Wege wählt, mit denen er sich lächerlich zu machen trachtet.


Quordelplien


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"In dem Maße, wie der Wille und die Fähigkeit zur Selbstkritik steigen, hebt sich auch das Niveau der Kritik am anderen." (Christian Morgenstern)