Hey,
dem Verkäufer für das Verkaufen Bonuspunkte zu geben, macht hier keinen Sinn. Als Verkäufer habe ich die Möglichkeit - und ich wäre dumm, sie nicht zu nutzen - dem Kunden die Steuer aufs Auge zu drücken, indem ich ganz einfach für den Bruttoverkaufspreis verkaufe, nicht für den Nettoverkaufspreis. Ist im deutschen Steuersystem ja genau das gleiche: der Endverbraucher ist der Steuerpflichtige, das Unternehmen richtet die Steuer lediglich an das Finanzamt ab (Steuerschuldner), da es ein zu immenser Aufwand wäre, bei jedem Haushalt die Umsatzsteuer einzutreiben. Deshalb bezahlen wir für so gut wie alles 19% Mehrwertsteuer.
Was Payback angeht, ich glaube, das System wird von einigen hier gar nicht genauer gekannt. Die Paybackpunkte bekommt ja auch nicht DM oder Aral, die bekommt der Kunde, der die Paybackpunkte vorher teuer bezahlt hat. Denn auch das Gutschreiben von Paybackpunkten auf die Karten kostet das Unternehmen den gutgeschriebenen Betrag. Wenn ihr bei Aral 5 Paybackpunkte erhaltet (und die bekommt jeder, der für 10 Liter getankt hat), hat Aral den Gegenwert (0,05€) an Payback bezahlt. Erst, wenn ihr eure Paybackpunkte bei Aral einlöst, erhält Aral den Gegenwert (meinetwegen 3.000 Punkte / 30,00€) von Payback ausgezahlt. Für den Kunden entsteht natürlich der Eindruck, er habe nichts für die 30,00€ getan, die er da "geschenkt" bekommen hat. Dabei hat Aral genauso wie Tchibo, Rewe und was weiß ich nicht noch alles, die Paybackpunkte als wirtschaftliche Belastung (im Beispiel die 5 Punkte / 0,05€) in die Verkaufspreise eingerechnet. Payback lohnt sich für ein Unternehmen nach dieser Rechnung nur, wenn die Kunden auch fleißig die Punkte bei diesem Unternehmen einlösen, sodass weniger Ausgaben durch die Vergabe von Paybackpunkten entstehen als Geld wieder durch das Einlösen von Punkten reinfließt.