Ich für meinen Teil würde erstmal einen Anwalt für Sozialrecht aufsuchen. Und da die gerne mal Termine für in 2 Wochen vergeben, würde ich denen gleich klar machen, worum es geht und dass es sehr dringend ist.

Dann würde ich mir auch eine Beratungsstelle suchen. Ich weiss nicht wo Du wohnst, aber in größeren Städten gibt es sowas zu Hauf.

Draußen schlafen ist auch nicht nötig, ebenso wenig aus Mülleimern essen. In jeder größeren Stadt gibt es Bahnhofs Missionen oder vergleichbares. Was zu Essen und warmes zu Trinken bekommt man da immer. Und oft haben die auch "Notschlafplätze", wenn man denen alles erzählt werden die sicher auch Verständnis haben und Dir weiterhelfen.

Was es ebenfalls gibt, falls Du wirklich keinerlei Geld mehr hast: Es gibt auch Sozialstellen (unter verschiedenen Namen), wo man täglich einen Hartz4-Satz ausgezahlt bekommen kann.
Ebenso kann man sich auch beim Amt Lebensmittelgutscheine ausstellen lassen.

Es gibt viele Möglichkeiten. Zwar erfordern diese, dass man seinen Stolz mal etwas vergisst und Hilfe annehmen kann, aber das wäre mir lieber, als draußen zu schlafen und zu verhungern.
Und da wird Dich auch niemand komisch ansehen oder sowas. Viele Menschen haben solche Probleme wie Du. Du bist da nicht der erste. Die Leute die dort Arbeiten sind i.d.R sehr freundlich und Hilfsbereit.

Vorallem von Bahnhofsmissionen kann ich Dir sagen, dass die meisten dort gerne helfen, egal ob es um Essen oder ne Tasse Tee geht. Und auch wenn man sich nur aussprechen will oder sonstige Hilfe braucht, versuchen die, was sie können. Und wenn sie selbst nicht weiterhelfen können, kennen sie wenigstens Menschen oder Stellen die Dir weiterhelfen können.

Falls Du all sowas nicht hast, dann hat jeder Ort eine Kirche. Ich bin zwar kein Freund der Kirche im allgemeinen, aber i.d.R lassen die selten jemanden hängen, der wirklich Hilfe braucht.

Also: Ums verhungern und erfrieren machen wir uns erstmal keine Sorgen mehr.

Und ansonsten, wie gesagt: Such Dir einen Anwalt für Sozialrecht, Notfalls tuts auch jeder andere Anwalt erstmal.
Manchmal reicht schon ein böser, ernst gemeinter Brief von jemanden der das Logo einer Anwaltskanzlei nutzen darf udn falls nicht, wird der Dir trotzdem am ehesten helfen können und auch Klage für Dich einreichen können.
Und auch hier muss man sich i.d.R keine Sorgen wegen der Bezahlung machen:

Du hast Anspruch auf einen vom Staat bezahlten Anwalt, weil Du ja mittellos bist.
Du kannst beantragen, dass man Dir die Fahrtkosten bei Gericht (auch im Voraus) erstattet bzw. Dir eine Fahrkarte zuschickt.
Falls das nicht gemacht wird: Frag Deinen Anwalt ob er Dich an dem Tag mitnimmt oder Dir die Fahrtkosten vorstrecken kann.

Es hat einfach keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken. Ebenso hat es keinen Sinn, im Selbstmitleid zu zerfließen oder den Teufel an die Wand zu malen. Es gibt immer etwas, was man tun kann.