Hallo,

da der Thread ja nun eine andere Wendung genommen hat, die man so auch hier diskutieren kann, möchte ich mich als Mod im Kritiksubforum nochmal dazu äußern.

Kurz zu der Nicknennung nach dem Beschwerdeweg: Grundsätzlich darf(!) der Nick des Admins genannt werden, wenn der Beschwerdeweg nachweislich mit allen Instanzen durchlaufen wurde. Wir zwingen dann niemanden mehr, die Screens noch zu zensieren, außer natürlich wenn unbeteiligte Nicks erscheinen. Die werden weiterhin zensiert. Wenn wir allerdings nur zensierte Screens bekommen, weil derjenige den Admin eben nicht öffentlich an den Pranger stellen möchte, dann werden wir auch nicht sagen "Los, lass die Screens unzensiert." Wenn nach dem Beschwerdeweg die Screens zensiert hochgeladen werden, ist das in den meisten Fällen die Entscheidung des Users. Ringu hatte also schon Recht mit dem, was er sagte. An die zitierte Stelle halten wir uns eigentlich schon.

Manche User entscheiden sich nämlich dafür, dass der Adminnick für die Sache selbst erstmal gar nicht relevant ist. Wenn ich eine Sanktion kritisiere, dann lege ich im Bestfall alle Fakten auf den Tisch, die dazu geführt haben. Dabei ist es nicht relevant, WER die Strafe ausgesprochen hat, sondern erstmal nur, DASS sie von jemandem ausgesprochen wurde.

So, nun meine persönliche Meinung zum Thema. Natürlich muss ein Admin seinen Kopf für mögliche Fehlentscheidungen herhalten. Das muss er aber nicht, indem er öffentlich an den Pranger gestellt wird, wenn die Entscheidung noch nicht "von oben" abgesegnet wurde. Wie viele Kritikthreads werden denn wirklich verfasst, indem die Beschwerde auch wirklich gut formuliert wird, alle Fakten genannt werden, der Beschwerdeweg durchlaufen und sachlich geschrieben ist? Ich glaube, das kann man monatlich an einer Hand abzählen, denn irgendeiner dieser Kriterien fehlt meistens.

Wenn der Beschwerdeweg also nicht abgelaufen wurde, kann ich davon ausgehen, dass mit dem Sperradmin nicht gesprochen wurde, geschweigedenn mit einem VA. Der Sanktionierte kann also selten die Hintergründe verstehen. Wenn die Sperre korrekt war, kann er nicht verstehen warum, weil er erstmal frustriert ist und nicht nachfragt. Denn nur dann(!) sollte die Sanktion und die Entscheidung kritisiert werden. Wenn ich trotz aller Hintergründe und Absegnungen noch immer nicht damit einverstanden bin. Weil ich Regeln anders interpretiert habe, weil ich die Sinnhaftigkeit der entsprechenden Regel in Frage stelle, etc. Wenn ich irgendwo auf dem Beschwerdeweg merke "Die Sanktion war tatsächlich so nicht okay", dann kann ich auch davon ausgehen, dass der entsprechende Admin von einem VA seine Sanktion kriegt. Gibt es dann noch einen Grund ins Forum zu gehen? Muss man denn zwei Mal für die gleiche Tat quasi sanktioniert werden? Vom Vorgesetzten und den Leuten, die damit nichts zu tun haben?

Wenn die Sperre oder die sonstige Sanktion abgesegnet wurde, weil es okay war, dann kann man den Adminnick auch nennen. Dann ist ja erstmal von Seiten der Administration nichts schiefgelaufen. Man kann dann aber über die Sinnhaftigkeit der Regeln diskutieren, die zu dieser Sperre geführt haben, ob man eine eventuell überzogene Sperre wirklich absegnen sollte, etc. Ich finde es persönlich äußerst vermessen zu sagen "Man muss zu seiner Entscheidung stehen und öffentlich dafür zur Rechenschaft gezogen werden." Warum? Jeder macht mal Fehler. Jeder kann sie Regeln mal falsch oder ungenügend interpretieren. Jeder kann dann bei einem Gespräch mit dem Beschuldigten oder dem VA einsehen "Okay, das war tatsächlich so nicht richtig, das tut mir leid". Warum muss man DANN noch hingehen und sagen "Ich will aber, dass der trotzdem niedergemacht wird"?
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the horrors persist, but so do i.