Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
- #2289786 - 20.07.2011, 14:29:15
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Gelöschter Nutzer
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Hi. Ich komme bald in die 9. Klasse und muss mich so (um die Schule optimal nutzen zu können) für einen Beruf entscheiden. Ich bin nach reiflicher Überlegung zu dem Entschluss gekommen, Psychologe zu werden. Und nun sind meine Fragen: (Ich weiß es gibt unterschiedliche Psychologen, aber ich will so einer werden) Kann ich in einer Praxis als Angestellter anfangen? (Genauer: Gibt es in einer Praxis auch mehrere Psychologen?) Wieviel Gehalt würde ich als Einsteiger (Singel und Verheiratet, falls es einen Unterschied gibt) Netto verdienen? Wo kann ich dafür am Besten ein Praktikum machen (9. Klasse) um meine Bewerbung zu verbessern? Welche Schulfächer sind wichtig? (Hab jetzt erst einmal alle auf 2 gehalten, wird mir in der 9ten vielleicht nicht mehr möglich sein.) Mit welchem Durchschnitt sollte ich mein Abi MINDESTENS haben? Ist dieser Beruf überhaupt noch gebraucht? Wie viel kostet das Studium? Was muss ich überhaupt studieren? Und in welcher Sprache ist dieses Studium verfügbar? (Einige gibt es ja nur auf Englisch)
Danke für die Antworten
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2289792 - 20.07.2011, 14:50:18
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Beiträge: 2.861
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Huhu, Kann ich in einer Praxis als Angestellter anfangen? (Genauer: Gibt es in einer Praxis auch mehrere Psychologen?) Einfache Psychologen sind eher selbstständig und haben eine eigene Praxis... diese arbeiten in der Regel aber auch alleine. Wenn du aber angestellt werden möchtest, so solltest du dich in einer Psychiatrie, Tagesklinik, Rehabilitationsklinik etc. mal genauer schlau machen, denn dort werden Psychologen auch angestellt. Wo kann ich dafür am Besten ein Praktikum machen (9. Klasse) um meine Bewerbung zu verbessern? Auch hier: Die Psychiatrie würde ich dir nahelegen. Direkt als Psychologe wird das zwar vielleicht nicht klappen, aber um Erfahrung im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen zu sammeln, würde ich dir zum Beispiel ein Praktikum als Sozialtherapeut empfehlen. Ist dieser Beruf überhaupt noch gebraucht? Auf jeden Fall, genauso wie Ärzte, Krankenschwestern, Altenpfleger, Erzieher etc. immer gebraucht werden, werden auch Psychologen immer gebraucht. Er gehört halt zu den sozialen Berufen und die sind nun mal immer gefragt. Ich konnte dir jetzt zwar nicht alle Fragen beantworten, hoffe aber dir zumindest etwas weiter geholfen zu haben :) Grüße
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2289793 - 20.07.2011, 14:57:48
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Gelöschter Nutzer
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Sorry wie das zitieren geht weiß ich nicht genau. Also ich dachte an eine Anstellung, da diese doch sicherer ist als sich Selbstständig zu machen?
Zu dem Psychatrie Praktikum: Hilft mir das auch weiter wenn ich ein "Praxispsychologe" werden will?
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2289795 - 20.07.2011, 15:05:24
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Gelöschter Nutzer
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Hallo, all Deine Fragen kann ich Dir leider nicht beantworten. Da ich aber selbst vor einigen Jahren mit dem Gedanken spielte, mich in dieser Richtung zu orientieren, weiß ich die grundlegenden Dinge darüber. Was muss ich überhaupt studieren? Wenn Du Psychologe werden willst, dann wirst Du Psychologie studieren müssen. Wie viel kostet das Studium? Das kommt ganz darauf an, wo Du studierst. In einigen Bundesländern musst Du pro Semester einen Beitrag von bis zu 500€ (Studiengebühren) leisten, in anderen wiederum ist das Studium kostenfrei. Fachspezifische Kosten gibt es allerdings nicht. Und in welcher Sprache ist dieses Studium verfügbar? Wenn du an einer deutsch(sprachig)en Universität studierst, dann wird der Studiengang Psychologie vorwiegend in deutscher Sprache absolviert werden. [...] Schulfächer [...] (Hab jetzt erst einmal alle auf 2 gehalten, wird mir in der 9ten vielleicht nicht mehr möglich sein.) Alle auf 2 gehalten mag schön und gut sein. Das wird dann aber bestenfalls ein Schnitt von 2,0, und damit wirst Du - nach derzeitigem Stand - an keiner deutschen Hochschule direkt für das Psychologie-Studium zugelassen. Du kannst Dich dann auf die Warteliste setzen lassen, wobei Du mit einem Schnitt von 2,0 schon einige Zeit warten dürftest, bis Du zugelassen würdest. Mit welchem Durchschnitt sollte ich mein Abi MINDESTENS haben? Das ändert sich von Jahr zu Jahr. Einige Universitäten verlangen einen Schnitt von 1,0, an anderen wiederum kannst du auch mit einem Schnitt von 1,6 zugelassen werden. Die Beschränkungen sind da universitätsabhängig. Der Numerus Clausus für das Fach Psychologie ist jedoch an ausnahmslos allen Universitäten sehr anspruchsvoll. Liebe Grüße. Edit: Was Deinen Berufswunsch angeht: Wenn ich recht informiert bin, kannst Du eine Praxis nur betreiben, wenn Du an das Studium der Psychologie noch eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten anschließt. Diese Ausbildung wird nicht staatlich gefördert, kostet dich also eine ganze Menge Geld (bis zu 20.000€). Erst dann, wenn Du Psychologischer Psychotherapeut bist, darfst Du eine Praxis eröffnen.
Bearbeitet von Hektor Rottweiler (20.07.2011, 15:09:06)
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: BasixX]
- #2289796 - 20.07.2011, 15:06:01
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Kaffeejunkie
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Hier findest du eine Liste der NCs des letzten Wintersemesters (also vor einem Jahr): NC-Liste Ich kenn ein paar Leute, die wegen des hohen NCs deshalb in den Niederlanden studiert haben. Wenn du später therapeutisch tätig werden willst musst du glaube ich nach dem Studium noch eine Zusatzqualifikation machen. Wie das aussieht weiß ich aber nicht.
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: Pepsy]
- #2289807 - 20.07.2011, 15:17:44
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Gelöschter Nutzer
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Man kann sich nicht auf eine Warteliste setzen lassen. Die Wartesemester sind unabhängig von der Abiturnote. Wenn man nunmal 10 Semester warten muss, dann muss man 10 Semester warten egal ob 2,0 oder 3,5.
Und die Wartesemester sammelt man auch ganz von alleine ab dem Abi, wenn man nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben ist.
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2289809 - 20.07.2011, 15:20:05
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Gelöschter Nutzer
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@Pepsy Kann ich mit einem Niederländischem Studium auch hier in Deutschland arbeiten?
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2289818 - 20.07.2011, 15:42:12
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Hey, natürlich ist eine Anstellung sicherer. Wenn du dich selbstständig machst, musst du ja auch den ganzen Bürokram machen (Termine ausmachen, Telefonate gehören ja auch dazu, die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen wegen der 10 €-Praxisgebühr...) und ob du das auch möchtest, ist ja so eine Frage... Beides hat so seine Vor- und Nachteile. Zu dem Psychatrie Praktikum: Hilft mir das auch weiter wenn ich ein "Praxispsychologe" werden will? Als Schüler der 9. Klasse kannst du ein Praktikum meines Wissens nach sowieso noch nicht so großartig als Psychologe oder Praxispsychologe ausführen. Vielleicht während des Studiums, dass man dort dann ein richtiges Praktikum in einer Psychiatrie als Psychologe macht - weiß ich nicht. Aber wenn du ein Praktikum in einer Psychiatrie machst, dürfte das bestimmt helfen. Wäre zumindest meine Vermutung. Hast du denn schon im Internet ein bisschen was dazu gesucht? Grüße
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2289821 - 20.07.2011, 15:45:13
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Kaffeejunkie
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Also sicher weiß ich das nicht. Hab aber eine Artikel gefunden, in dem sich so anhört, als wenn das ginge. Studieren in den Niederlanden Mein Cousin hatte auch mal überlegt, Psychologie beim Bund zu studieren. Da er die Idee aber schnell wieder aufgegeben hat weiß ich nicht, inwieweit das sinnvoll ist.
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2289855 - 20.07.2011, 16:57:35
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Gelöschter Nutzer
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Erstmal danke für die Hilfe find ich echt schön wenn so viele Antworten kommen @Pepsy Im Bericht steht ja, dass er sich noch nicht sicher ist ob er wieder nach Deutschland geht, deshalb geh ich mal davon aus, es ist möglich. Ich werde hierzu aber im BiZ nachfragen.
@BasixX Ich hab schon nach dem Gehalt gegooglet, bisher aber nicht das Gehalt von der Psychologenrichtung gefunden. Ich habe nur erfahren dass es variiert. Diese Chefsachen sind zwar nicht so mein Ding denk ich, aber was getan werden muss, muss getan werden. Hast du denn vielleicht ne Idee wo ich sonst mein Praktikum machen kann? Lohnt sich der Kindergarten?
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2290018 - 20.07.2011, 20:32:11
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Gelöschter Nutzer
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Ich bin nach reiflicher Überlegung zu dem Entschluss gekommen, Psychologe zu werden. Und nun sind meine Fragen: (Ich weiß es gibt unterschiedliche Psychologen, aber ich will so einer werden) Kann ich in einer Praxis als Angestellter anfangen? (Genauer: Gibt es in einer Praxis auch mehrere Psychologen?)
"So ein Psychologe" ist ein klinischer Psychologe. Ich weiß nicht, wie es jetzt mit den Bachelorstudiengängen aussieht, aber beim Diplomstudiengang konnte man klinische Psychologie als Schwerpunktfach an jeder Uni wählen. Klinische Psychologie ist der Teilbereich der Psychologie, der sich mit der Behandlung von psychischen Störungen beschäftigt. Du solltest auch wissen, dass die wenigsten Psychologen in eigenen Praxen sitzen. Die meisten Psychologen sind in großen Unternehmen, Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen beschäftigt. Für eine Tätigkeit als Psychotherapeut (in einer eigenen Praxis) muss, wie schon erwähnt, nach dem mehrjährigen Studium ( drei Jahre Bachelor + zwei Jahre Master) noch eine bis zu fünfjährige Zusatzausbildung absolviert werden. Ohne diese bekommst du keine Approbation. Demnach bist du erst mal gute 10-11 Jahre am Studieren, bevor du in einer Praxis sitzt. Wieviel Gehalt würde ich als Einsteiger (Singel und Verheiratet, falls es einen Unterschied gibt) Netto verdienen?
Kleine Übersicht des Berufsverbands deutscher Psychologinnen und Psychologen (Klick mich) Wo kann ich dafür am Besten ein Praktikum machen (9. Klasse) um meine Bewerbung zu verbessern?
Nirgends. Die wenigsten psychiatrischen Einrichtungen akzeptieren Kurzzeitpraktikanten, vor allem, wenn diese nicht volljährig sind. Ein Praktikum in einem Kindergarten wird dich erst recht nicht weiterbringen. Für deine Bewerbung um einen Studienplatz ist es im Prinzip egal, ob du Praktika hinter dir hast oder nicht. Um einen Vorteil vom NC her zu bekommen, müsstest du schon eine ganze Ausbildung im Bereich der klinischen Psychologie gemacht haben (z.B. in der psychiatrischen Pflege). Dies ist dann zu empfehlen, wenn dein Schnitt im Abi nicht gut genug ist (Es ist mindestens 1.6 zu empfehlen. Mit diesem Schnitt hat ein Bekannter von mir gerade noch so einen Studienplatz bekommen, was aber auch schon einige Jahre her ist. An Unis, die im Hochschulranking weit oben stehen, hast du mit 1.6 jedoch kaum Chancen) Welche Schulfächer sind wichtig?
Alle, die relevant für den Abiturschnitt sind. Alle Fächer sind hierbei gleich gewichtet. Mit welchem Durchschnitt sollte ich mein Abi MINDESTENS haben?
Wie gesagt ist 1.6 schon hart an der Grenze. Mit 1.6 musst du schon sehr flexibel sein und bereit, für das Studium in ein anderes Bundesland zu ziehen. Ist dieser Beruf überhaupt noch gebraucht?
Sicher, sonst wäre er nicht so beliebt. Wie viel kostet das Studium?
0-500€ pro Semester (6 Monate), je nach Bundesland. Was muss ich überhaupt studieren?
Wie oben bereits erwähnt Psychologie mit Schwerpunktthema klinische Psychologie. Und in welcher Sprache ist dieses Studium verfügbar? (Einige gibt es ja nur auf Englisch)
Deutsch, wobei du für so gut wie jedes Studium über gute Englischkenntnisse verfügen solltest, da du dich auch als Psychologe regelmäßig weiterbilden musst/solltest und wissenschaftliche Arbeiten bis auf wenige Ausnahmen immer in Englisch veröffentlicht werden.
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2290027 - 20.07.2011, 20:41:59
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Schrumpfhirn
Registriert: 18.06.2005
Beiträge: 3.081
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_________________________ ... Außerdem ist es so, dass wir, wie auch jedes andere Unternehmen, das Ziel haben, Gewinne mit unserer Arbeit zu erzielen. Euer Holgi << nun verstanden? 
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2290118 - 20.07.2011, 22:41:59
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Gelöschter Nutzer
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Großes Dankeschön an alle nochmal, meine Fragen sind hiermit fast geklärt:
Habt ihr noch vielleicht einen Tipp wo ich mein Praktikum machen könnte? Ich will meine Praktikumschance echt nicht vergeuden
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2290140 - 20.07.2011, 23:14:23
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Gelöschter Nutzer
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Wenn du unbedingt ein Praktikum machen willst, auch wenn es nicht nötig ist, dann empfehle ich eine ambulante Einrichtung, keine stationäre Psychiatrie. Es gibt beispielsweise überkonfessionelle Einrichtungen für psychisch Kranke von der AWO. Dort kannst du mal anfragen. Diese Tagesstätten sind oft auf der Suche nach Praktikanten. Allerdings meist im Rahmen mehrwöchiger, schulischer Praktika. Ansonsten gibt es Probleme mit dem Versicherungsschutz. Wenn du wirklich nur mal für 2-3 Wochen "reinschnuppern" willst, werden jedoch viele Einrichtungen skeptisch sein, einerseits, weil du in dieser Zeit eh kaum etwas mitnehmen wirst, andererseits, weil es die Klienten eher verunsichern könnte, wenn jemand neues kommt und nach wenigen Wochen schon wieder verschwindet. Außerdem nimmt man es in diesem Bereich sehr ernst mit der Schweigepflicht, weshalb du eventuell, noch dazu als Minderjähriger (?), Probleme bekommen könntest. Sofern du jedoch Verantwortungsbewusstsein und Reife an den Tag legst, sollte das kein Hindernis darstellen.
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2290155 - 20.07.2011, 23:44:03
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Gelöschter Nutzer
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Also wenn ich die Patienten vielleicht gefährde lasse ich es lieber denn ihr wohl ist sehr wichtig...
Jo minderjährig bin ich noch. Leider wird in unsere Jugend nicht das Vertrauen der Schweigepflicht investiert was ich teils schade finde und auch teils verstehe. Nur ist mein Problem, ich weiß echt nicht wo ich ein Praktikum machen soll, mein 1. war in einem Baumarkt und die nach Urin riechende Betreuerin war alles andere als freundlich... Das Praktikum geht leider nur 2 Wochen deshalb habe ich echt keine Idee und meine Lehrer predigen immer, wie wichtig dieses Praktikum für uns doch sei
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2290167 - 21.07.2011, 00:02:47
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Gelöschter Nutzer
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Ich habe keines meiner schulischen Praktika jemals gebraucht und gebracht hat es mir erst recht nichts. Bei Bewerbungen an der Uni steht extra dabei, dass keine schulischen Praktika erwähnt werden sollen und auch sonst bringt dir ein schulisches Zwangspraktikum wenig bei Bewerbungen, vor allem, wenn es nur zwei Wochen dauert.
"Gefährden" wirst du niemanden und der Leiter solch einer Einrichtung kann am besten einschätzen, ob ein junger Praktikant, der wenige Wochen bleibt, seine Klienten verunsichern würde. Fragen kostet nichts un jede Einrichtung ist anders, so wie auch das Klientel jeder Einrichtung anders ist. Für ein Schulpraktikum der 9. Jahrgangsstufe jedoch sind Praktika im Bereich Psychiatrie denkbar ungeeignet. Aber du kannst wie gesagt mal anfragen, denn fragen kann man immer. Was du sonst an Schulpraktika wählen könntest, die zumindest etwas mit dem Berufsfeld des Psychologen zu tun haben...fällt mir spontan nichts ein. Falls doch, rühre ich mich hier noch einmal.
Edit: An Ergotherapie hatte ich auch gedacht, hat aber ziemlich wenig mit Psychotherapie zu tun. Logopädie ist schon eher etwas, das ist eine gute Idee von Pepsy. Da lernst du zumindest einmal die Verfahrensweise von Therapeuten bzw. "wissenschaftlich fundiertes Arbeiten" kennen (Zumindest dann, wenn du wirklich einbezogen wirst und nicht nur dumm nebenher läufst)
Bearbeitet von BundSchuh (21.07.2011, 00:07:37)
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2290169 - 21.07.2011, 00:03:43
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Kaffeejunkie
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Beiträge: 296
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Versuchs doch mal in der Ergotherapie oder Logopädie. Das ist zwar nicht das gleiche, da die Fälle meist weniger persönlich und komplex sind, aber geht irgendwie schon in die Richtung, da dort auch therapiert wird. Ich hab in der 9. Klasse mein Praktikum in der Logopädie gemacht und durfte dort auch, abgesehen von einer Sitzung, überall dabei sein. Allerdings ist dieses Praktikum meiner Erfahrung nach nur für dich persönlich, nicht jedoch für eine Bewerbung (und schon gar nicht an einer Uni) wichtig.
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2290200 - 21.07.2011, 01:00:57
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Gelöschter Nutzer
Nicht registriert
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Wie einen die Lehrer eiskalt verarschen... :(
Danke für die Hilfe ich werde mich dann als Hauptziel in der Logopädie bemühen.
Eine letzte Frage hab ich noch: Momentan geh ich auf eine Gesamtschule. Würdet ihr mir empfehlen meinen Haupt dort zu machen und dann zu wechseln, also auf ein reines Gymnasium? Oder sollte ich sofort wechseln?
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2294866 - 28.07.2011, 19:37:32
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Gelöschter Nutzer
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Diese Webseite ist sehr informativ im Bezug auf ein Psychologie Studium. Dort erfährst du eigendlich alles, was du wissen wolltest & höchst warscheinlich noch mehr.
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2307018 - 22.08.2011, 10:45:14
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Forumuser
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Ort: Köln
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Ist jetzt schon etwas älter, aber ich würde gerne noch einmal einige Dinge ergänzen. Zum Durchschnitt: Mit 1.6 solltest du eigentlich in jedem Bundesland mindestens eine Zusage für Psychologie bekommen, in Frankfurt reicht "sogar" 1.9, wenn mich nicht alles täuscht. Wenn du Glück hast, kommst du auch durchs Losverfahren in den Studiengang, darauf würde ich allerdings nicht bauen! Zum Studium: Es ist richtig, dass du als psychologischer Psychotherapeut Psychologie studiert haben musst. Du brauchst dabei nicht unbedingt einen Klinischen Schwerpunkt (der wäre jedoch von Vorteil!), sondern einfach eine gewisse Anzahl an Leistungspunkten, die auf diesen Bereich fallen. Allerdings sind in Deutschland die meisten Masterstudiengänge so gestaltet, dass du im Anschluss die Therapeutenausbildung anschließen kannst. Du kannst allerdings auch mit einem Medizin- oder einem Pädagogikstudium in den therapeutischen Bereich gehen. Mit dem Pädagogikstudium stehen dir allerdings nur die Türen als Kinder- und Jugendtherapeut offen. Allerdings wäre das durchaus eine Alternative, wenn man eventuell "den Schnitt nicht hat" und sich sowieso mehr für den kinder- und jugendtherapeutischen Bereich interessiert.
_________________________ Ab und an ist es "Spike", dessen Herz das meinige zunächst umarmen, umschließen, schlussendlich in sich aufnehmen und es dann sein möchte - eins sein möchte.
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Re: Psychologe in der Praxis- Ein paar Fragen
[Re: ]
- #2307080 - 22.08.2011, 12:46:40
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Forumuser
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Noch ergänzend: Welche Schulfächer sind wichtig? (Hab jetzt erst einmal alle auf 2 gehalten, wird mir in der 9ten vielleicht nicht mehr möglich sein.)
Einige Unis legen - im Falle eines Psychologiestudiums - besonderen Wert auf deine Noten in Englisch und Mathe (und manchmal auch Biologie), anderen wiederum geht es - wie hier bereits erwähnt wurde - nur um deinen allgemeinen Schnitt. Wobei du das nicht überbewerten darfst: ich hatte seit der neunten Klasse kein Bio mehr und bin trotzdem sehr gut durch die Klausur Biopsychologie gekommen - wobei die Leute, die Biologie im Abitur bis zum Schluss belegt hatten, natürlich doch einen kleinen Vorteil hatten. Aber wenn du jetzt keinen Hang zur Biologie, zur Mathematik oder zu Fremdsprachen (bzw. Englisch) hast, dann ist das kein Ausschlusskriterium.
Bearbeitet von Purpura Schönlein Henoch (22.08.2011, 12:50:15)
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