Hallo,

CD-Cover sind oftmals nicht uninteressant, denn, wie Du schon andeutest, chrixix, sind die in sicherlich nicht wenigen Fällen ein Anreiz für den Kauf; vorausgesetzt, man macht sich noch die Mühe, überhaupt ein Geschäft zu betreten, um etwas Materielles in Händen halten zu können.

Die Musik, die ich hauptsächlich höre, und das ist eben keine populäre Musik, sondern Jazz, stellt dabei sicherlich keine Ausnahme dar; von relativ puritanisch Gehaltenem über Fotografien bis hin zu wirklich Surrealem deckt die Sphäre des Jazz eine wirkliche Bandbreite schöner Covergestaltungen ab, die in der Regel die Thematik des Albums aufgreifen.

Ein Cover erfüllt nun oftmals sicherlich die Funktion, das darzustellen, was die Musik dahinter zu bedeuten hat, oder jedenfalls: wie sie einzuordnen ist. Da ich die oben gezeigten Alben kenne, kann ich sagen, dass keines der Alben durch das Cover eines der anderen beiden adäquat wiedergegeben wäre. Einerseits, weil es drei relativ verschiedene Jazzstile sind, die sich dahinter verbergen, andererseits, weil die Musik atmosphärisch jeweils ganz verschieden ist. Die ruhige Jarrett-Platte hat mit der aufregenden Scheibe der Elektric Band kaum etwas gemein, abgesehen davon, dass man beide unter Jazz subsumiert, aber weder wäre dieses Elektric Band-Album mit einem so relativ minimalistischen Cover passend (re)präsentiert, noch das Jarrett-Album durch das EB-Cover

Es muss aber gesagt sein, dass ein Cover auf mein Kaufverhalten keinen Einfluss nimmt.


Eine Frage möchte ich allerdings stellen: Weshalb beschränkst Du, chrixix, denn das Thema auf CD- und Plattengestaltung? Ich finde, dass die Einbandgestaltung von Büchern dieselbe Rolle spielt, oder liege ich im Unrecht? Ich habe eine ganze Sammlung alter Suhrkamp-Bücher, die eine wirklich ausgefallene Gestaltung aufweisen. Soll ich die einmal hervorholen? Sollte sich der Thread aber ausdrücklich nur um CD-Cover drehen sollen, so will ich darüber geschwiegen haben.


Liebe Grüße.