Hallo,
mir war gerade langweilig und da dachte ich mir, ich berichte mal eines meiner kleinen Erlebnisse.
Vom Gefängnis hört man immer viel, wenn man nie da war glaubt man dort gibts Wasser und Brot zum Essen, jeder neue wird erstmal kräftig, sexuell, missbraucht, Gitterstäbe statt richtiger Türen, 24 Stunden lang eingesperrt, ...
Das glaubt man ja auch, weil es alle erzählen, sogar Häftlinge erzählen diese Geschichten wenn sie wieder zu Hause sind - wahrscheinlich um zu protzen wie hart das doch ist und wie hart sie sind, dass durchgehalten zu haben.
Nun war ich 3 Wochen in Untersuchungs-/Beugehaft - ich durfte gleich nach dem Gerichtstermin wieder nach Hause gehen.
Ok, fangen wir mal an wo es spannend wird

Sonntags früh erschienen vor meiner Haustür 6 Polizeibeamte - ob die mich für besonders gefährlich hielten oder nur langeweile hatten, weiss ich nicht. 2 hättens auch getan. 2 standen an der Tür, 2 vor meinem Balkon und 2 vor der Haustür. Sie klingelten sehr höflich; "palaber palaber, gegen Sie liegt ein Haftbefehl vor wir müssten Sie nun erstmal mitnehmen". Ich durfte mir noch meine Jacke anziehen und da ich mich ungern von anderen anfassen lasse durfte ich mir sogar die Handschellen selber anlegen, ich glaub der Typ hatte nur keine Lust mehr das ich ihn noch Stunden lang nerve.
Und schon gings los ins Polizeiauto und ab auf die Wache. Nein, nicht die, die man von hier aus in 2 Minuten Fußweg erreicht, sondern zu der, wo man 10 Minuten Autofahrt vor sich hat, nur um meine Personalien aufzunehmen und son Krams. Dann gings von dort aus zur (ich nenns mal so ka ob das richtig ist) Polizeihauptwache ein rießiges Gebäude mit ganz vielen Zellen für den Polizeigewahrsam. Dort saß ich dann von Sonntag Mittag um 14 Uhr bis Montag Früh um 7 Uhr, dort war nichts, nur ne Gummimatratze, nichtmal ein richtiges Fenster, wenn ich aufs Klo musste, musste ich jemanden rufen - bis dann jemand kam hats 5 Minuten gedauert. Nunja. dort angekommen musste ich erstmal Gürtel, Jacke, Handschuhe, Geld, etc. abgeben dann gings vor die Zellentür, dort musste ich mir die Schuhe ausziehen - den Sinn versteh ich heute noch nicht dann in die Zelle und einmal komplett entkleiden, einmal die Arme hoch und rumdrehen und dann durfte ich mich wieder anziehen (die Schuhe mussten drausen stehen bleiben). Der Beamte dort war auch sehr unfreundlich, aber ok.
Montags um 7, ich konnte eh nicht schlafen, kamen dann 2 Polizisten und brachten mich ins Gerichtsgewahrsam.
Nur mal um das verständlich zu machen: ich war ca. 7:15 im Gerichtsgebäude und kam dann um 10:59 vor den Haftrichter, in Begleitung meines Anwalts. Dort hab ich alles gesagt was ich zu sagen hatte - mein Anwalt hat irgendwie gar nichts gesagt, ich hab schon überlegt mich selbst zu verteidigen. Der Richter hielt den Haftbefehl aufrecht mit der Begründung: Man wisse nicht genau wo ich wohne... Joa, ist klar, man nimmt mich in MEINER Wohnung fest, unter der Wohnanschrift unter der ich auch gemeldet bin, aber man weiss nicht so recht wo ich wohne? Dagegen hätte ich zwar auch noch was machen können, allerdings wäre bis zu einem Termin vor einem anderem Richter locker soviel Zeit vergangen das mein eigentlicher Gerichtstermin früher war und ich deswegen darauf verzichtet habe.
Ich kam wieder in den Gerichtsgewahrsam und schon 2 Stunden danach wurde ich dann in den JVA Kassel-Wehlheiden gefahren, nicht das nun einer denkt die haben vielleicht noch auf andere gewartet die auch dort hin sollten, nein, ich wurde alleine gefahren.
Ok, dort angekommen musste ich erstmal durch einen Metalldetektor, danach in einen Warteraum wo ich auch ca. 2 Stunden saß und gewartet habe. Dann kam ich in den Aufnahmeraum dort musste ich mich dann wieder komplett ausziehen, Arme hoch, drehen, in die Hocke gehen meine ganzen Anziehsachen wurden mir abgenommen, ich bekam ein rotes T-Shirt, einen roten Pullover, eine schwarze Jogginghose und schwarze Lackschuhe und eine dunkelblaue Jacke mit dicken gelben Refklektorstreifen.
Dann wurde ich gefragt ob ich lieber in eine Einzelzelle möchte oder mit noch jemandem auf eine Zelle möchte. Mit bedenken an die vielen Gerüchte entschloss ich mich für eine Einzelzelle. Aufgrund dessen, dass ich vorher nicht geschlafen haben bezog ich dann mein Bett und hab mich hingelegt. Wobei man das nur entfernt als Bett bezeichnen konnte, es ein Gestell aus Metall, im Boden festgeschraubt, mit einem sehr seltsamen Stoff als Matratze. Ein paar Stunden später kam dann ein Beamter rein und riss mich aus meinem Erschöpfungsschlaf mit der Aussage "ich hab eben einen Anruf von der Jugendgerichtshilfe bekommen, Sie sollen ein bisschen depressiv und suizidgefährdet sein, packen Sie alles zusammen sie gehen in eine andere Zelle mit nem anderem Gefangen da ist auch n Fernseher". Erstmal erstaunt davon, dass die Jugendgerichtshilfe meint ich wäre depressiv - die hat sich in keinster Weise mit mir beschäftigt und ich bin wirklich eine Heulsuse wenn es darum geht mir selbst weh zutun, ich mein, ich hab schon probleme mir ne kleine Nadel in den Finger zu stechen für nen Blutzuckertest.

Naja, aber alles reden hat nichts geholfen ich musste doch dort hin. Aber der Typ war, zu meiner Überraschung, sehr nett. Saß schon 11 Monate dort und hatte noch 7 Monate vor sich. Hat sich vorgestellt, gefragt warum ich da bin, mir erzählt warum er da ist, hat mir angeboten wenn ich rauchen will: Ich darf ruhig seinen Tabak benutzen ich brauch auch nicht fragen. Nur damit mich keiner falsch versteht, das war kein Waschlappen, verglichen mit mir sah er aus wie "Hulk".
Am nächsten Morgen 5:00 Uhr aufstehen, um 5:30 gabs Frühstück, 4 Scheiben Brot, 2 Portionen Butter, etwas Wurst und Marmelade und zu trinken gabs n halben Liter Milch. Sofort ist mir aufgefallen: Das ist alles Ware aus dem Ausland, der Staat kauft wohl selber ungern die überteuerten Produkte in Deutschland.
Wir haben unser Essen an der Tür abgeholt und uns wieder hingelegt.

So gegen 10 sind wir dann wieder aufgestanden, haben Fernsehen geguckt und gegessen und um 13 Uhr gabs dann Mittagessen aber nicht einen Teller mit Essen wie mans von zu Hause kennt. Man hatte eine Schüssel und einen Teller, in die Schüssel passen, ich würd schätzen 1L. Die Schüssel wurde vollgemacht mit Bratkartoffeln mit Ei und auf den Teller kamen kalte Bohnen.
Dann war wieder essen und langweilen bzw. Fernsehen gucken angesagt. Da ihm der Fernseher gehörte musste ich mir das ganze Verblödungsfernsehen angucken wie "Big Brother", "Verdachtsfälle" und son ganzen Schrott. Aber besser wie nichts. Um 15 Uhr war dann Freistunde, heißt: alle dürften eine Stunde auf den Hof. Ich war in einem Erwachsenengefängnis, es wurde also nichts gespielt oder so, sondern geraucht und gequatscht.
Nach der Freistunde musste ich zum Amtsarzt, dort wurde eine Urinprobe von mir genommen, gefragt ob ich irgendwelche Drogenprobleme hätte, irgendwelche Medikamente bräuchte, ne Blutprobe genommen um nen HIV-Test zu machen usw. danach musste ich dann irgendwohin, ka. was genau das war. Jedenfalls musste ich dort Formulare unterschreiben, man wollte 3 Unterschriften von mir:
1. Wenn ich ein geregeltes Einkommen habe wird mir pro Hafttag 75€ berechnet.
2. Ob man Auskunft darüber geben dürfte dass ich dort in Haft bin, sofern jemand anruft und danach fragt.
3. Das man mich erschießen darf wenn ich einen Ausbruchsversuch starte oder sonst irgendwelche Dummheiten versuche.
Mal zur Erklärung: Das erste musste ich nur unterschreiben dass ich es zur Kentniss genommen habe, berechnen kann man es wohl auch so. Das 2. falls Familie o.Ä anruft und fragt ob ich dort sei z.B um einen Besuchstermin zu machen Das 3. erklärt sich von selbst. Man muss das 3. nicht unterschreiben, aber wenn man es nicht unterschreibt kommt man in den "besonders gesicherten Haftraum" oder auch liebevoll "Bunker" genannt. Ein dunkler Raum ohne Fenster, ein Loch im Boden falls man mal muss und eine Gummimatratze auf dem Boden. Außerdem 2 Kameras die an den Decken hängen. Der Schrecken aller Gefangenen, alles andere ist dagegen Luxus Pur.
Der rest war recht langweilig, also kommen wir zum Donnerstag. Um 8 Uhr wurde ich von einer sanft, schreienden Stimme geweckt die verlauten lies "machen se sich fertig sie gehen in einer Stunde auf Transport". Ich hab das erstmal ganz dreist ignoriert und weier rumgelegen um 9 kam er dann wieder und sagte "unfassbar, sie liegen ja immer noch da rum wie ne Schildkröte". Dann hab ich schnell alles zusammengeschmissen und sollte die Treppe hoch und dann links. Wo Rechts und links ist weiss ich, der Beamte wusste es scheinbar nicht, also bin ich erstmal in die falsche Richtung gelaufen weil ich nämlich doch nach Rechts gehen musste auf dem Weg in die falsche Richtung kam mir ein anderer Beamter entgegen und fragte "wo solls d enn hingehen?" - "keine Ahnung, der Typ meinte Treppe hoch und links aber jetzt steht er da ganz hinten..." - "ich komm mal mit ihnen, ich helf ihn mal, dafür sind wir ja da". Das war übrigens der "Duschtag" in diesem Gefängniss darf man nämlich nur Donnerstags duschen und das duschen beginnt um 9 ich durfte also bis dahin 5 Tage nicht duschen, entsprechend sah ich auch aus und roch ich scheinbar auch.
Naja, dann durfte ich wieder meine eigenen Sachen anziehen, musste unterschreiben das alles da und auch in Ordnung ist und kam wieder in den Warteraum. Der Transport fand nämlich erst um 14 Uhr statt, ich sollte von Kassel nach Wiesbaden gefahren werden. Wir kamen also im Warteraum an habens uns alle nett unterhalten, ich hab weiter die Zigaretten anderer Leute geraucht weil ich ja keine hatte und auch keine bekommen habe.

Dann gabs im Warteraum noch Mittagessen, Kartoffeln mit irgendeiner undefinierbaren Soße und ein Stück Fleisch. Wir haben aber keine Messer bekommen, nur Gabeln. Nichtmal Plastikmesser oder sowas, und so ein zähes Stück Fleisch lässt sich mit der Gabel nicht portionieren also musstn wir mit den Händen essen. Darauf hatte aber keiner lust also haben wir gar nichts gegessen.

Nur nochmal zur Anmerkung: Ich durfte bis dahin 5 Tage lang nicht duschen, ich konnte mir die Zähne nicht putzen oder sonst irgendwas, selbst auf Nachfrage hab ich nichts bekommen um mich irgendwie zu pflegen, die Gefangen hingegen waren alle super nett. Man muss also mehr Angst vor dem Staat und den Beamten haben als vor den Mitgefangenen.
Wir gingen dann auf den Transport, es war ein Buss mit mehreren kleinen Zellen für je 2 Personen und einem winzingem Fenster, wo nichtmal mein Arm durchgepasst hätte, trotzdem war es vergittert.
Ich weiss nicht ob wirklich aus Spaß oder mehr aus Langeweile, jedenfalls haben wir immer am Fenster zu den vorbeifahrenden Autos gewunken oder zu Passanten auf der Straße. Die Leute fanden das alle ganz witzig weil wir noch so ein fettes Grinsen aufgesetzt haben, besonders an den Ampeln kamen die Leute aus dem Lachen nicht mehr raus wenn wir noch nen Daumen nach oben gezeigt haben.

Auf dem Bus stand übigens dick "Justizvollzug - Hessen". Alle kamen in verschiedene Gefängnisse, ich glaub wir sind an dem Tag zu 6 Gefängnissen gefahren, wir, die nach Wiesbaden sollten, waren zu zweit. Nur wir beide wurden nicht nach Wiesbaden gefahren, wir mussten erstmal eine Nacht in der JVA Frankfurt bleiben.
Die JVA Frankfurt war wirklich übel. Man konnte da nicht schlafen. Da waren wirklich nur geistig Verwirrte. Die ganze Nacht wurde da rumgeschrien, solange bis die "normalen Beamten" nicht mehr weiterkamen und dann kamen die Höher-Rangigen Beamten (die normalen Wärter haben blaue Hemden an, meist mit 1 - 4 Sternen auf der Schulter, die "höheren" haben weißé Hemden mit mehr Sternen - einer hatte sogar ein paar "Orden", da kommt man sich vor wie bei der Bundeswehr, an den Sternen bzw. am Rang erkennt man auch die Befugnisse der Beamten genauso wie ihre Besoldung).
Ich war froh, als es am nächsten Morgen dann endlich nach Wiesbaden ging. Aber in Wiesbaden gab es gleich das nächste Problem: Das Gefängniss war überfüllt. Wir mussten Stunden lang warten bis ein paar Zellen frei wurden.
Irgendwann wurde ich dann in Haus U-1 verfrachtet. Es gab dort einige Häuser, jedes hatte 4 Sektoren, 2 oben, 2 unten.
Um sich das Bildlich vorstellen zu können: Jedes Gelände stellte mehr oder weniger ein eigenes Gefängnis dar. Das Gelände U hatte 2 Häuser, U-1 und U-2. Zwischen den beiden Häusern ist dann der Hof, der nur für die beiden Häuser zugänglich ist. Umrundet wird das ganze erst mit einem etwas mikrigem Stahlzaun, dann kommt ein etwa 5 Meter hoher Maschendrahtzaun mit rießigem gebogenem Stacheldraht oben drauf + 4 weitere Stahldrähte die Elektronisch geladen sind, hinter diesem Zaun kommt noch eine etwas höhere Mauer, diese ist nochmal mit Stacheldraht eingewickelt (die Stacheln sind nebenbei bemerkt so lang und spitz: Würde man drauftreten, würden die Dinger oben aus dem Fuß wieder herausstehen) oben ist dann wieder ein extra Elektrozaun + Stacheldraht. Auf das Gelände kommt nur durch eine rießige Stahltür. Diese benötigt einen Schlüssel + Geheimcode, sonst öffnet sie sich nicht.
In meinem Sektor waren die Leute eigentlich alle ziemlich nett, da gabs sehr selten Ärger. Trotzdem hab ich mich in den Freistunden mehr mit den Wärtern unterhalten als mit den Mitgefangenen. Ich konnte mit den Typen nichts anfangen, wenn ich mit denen versucht habe zu reden, wusste ich nichtmal ob die mich überhaupt verstanden haben... Die Gefangenen haben das gar nicht gerne gesehen, dass ich permanent bei den Wärtern rumgesessen habe. Mir war das aber ehrlich gesagt egal - ich wollte ja eh nichts mit denen zu tun haben.
Die Wärter haben mir aber viele witzige Geschichten über meine Mitgefangenen erzählt. Das breit ich hier nun aber nicht aus, das würde wirklich zu viel werden.
In der JVA Wiesbaden bekam ich dann übrigens Tabak vom Pfarrer geschenkt (ja, da gibts n Pfarrer, der quatscht jeden neuen erstmal ne Runde voll.) Man kann außerdem jederzeit verlangen, dass man mit ihm sprechen will, einen Grund muss man dafür nicht angeben. Entweder wird man dann hingebracht oder er kommt zu einem in die Zelle. Außerdem verteilt der gute Mann so nützliche Sachen wie: Feuerzeuge, Tabak (beides allerdings begrenz pro Häftling), Kondome (warum er die verteilt, das frag ich mich heute auch noch, schließlich ist Sex unter den Häftlingen verboten. Außerdem soll es angeblich Probleme bringen, wenn jemand schwul ist. Soll ich euch dazu die Wahrheit sagen? Vergewaltigungen gibts da nicht, ist mir jedenfalls nie zu Ohren gekommen. Die Typen verabreden sich da über das Fenster für ihre Spielchen. Kann man allerdings verstehen: Manche von denen sitzen da Tatsächlich wegen Mord und dergleichen, oft Jahrelang).
Kommen wir langsam zum Ende.
Die Rückfahrt von Wiesbaden nach Kassel: Ich wurde diesmal alleine zurückgefahren. Meine Sachen sollte ich einfach in der Zelle lassen - ich würde ja eh bald wiederkommen, sagte man mir. Umso besser für mich gewesen, ich musste mein Geschirr nicht nochmal extra abwaschen, das musste dann wohl irgendein anderer Depp machen *g*
Für die Rückfahrt wurden mir diesmal sogar Fußschellen angelegt (die kennt man vielleicht aus dem Fernsehen). Normales Gehen ist damit die Hölle, Laufen ist unmöglich. Nicht weil die Dinger so eng sind, nein. Man kann damit große Schritte machen, aber: Es sind in diesen Dingern kleine Stahlhaken, umso größere Schritte man macht, umso doller hauen diese Haken in die Knöchel, der selbe Effekt ist auch da, wenn man schnelle Schritte macht. Man muss also sehr kleine und langsame Schritte machen. Und selbst dann tut es noch höllisch weh. Meine Knöchel waren, trotz Hose und Socken, am Abend immernoch rot, es hatte sogar ein wenig geblutet.
Zurückgefahren wurde ich diesmal in einem kleinem PKW, begleitet von 2 Beamten. Die Fahrt hat ewig gedauert. Als ich in der JVA-Wehlheiden (wieder in Kassel) war, bekam ich wenigstens noch Abendessen (da hab ich mich echt drauf gefreut. In Wiesbaden sind die Portionen nämlich mikrig, ich hatte echt Magenschmerzen, weil es zu wenig war, in Kassel gabs rießige Portionen *g*). Danach hab ich mir einen Roman durchgelesen. Der war wirklich spannend, er hieß "Die Löwen" ich saß bis 2 Uhr Nachts dran. Das Ding hab ich also in insgesamt 5 Stunden durchgelesen, ich kann es nur empfehlen.
Am nächsten Morgen bekam ich dann noch ein belegtes Brot mit auf den Weg und wurde wieder zum Gericht gefahren. Ende.
Warum ich überhaupt Festgenommen wurde? Ich bin zu einem Gerichtstermin nicht erschienen. Der Vorwurf lautete: Wirtschaftsbetrug. Ich wurde bei Gericht freigesprochen und entlassen. Hab dazu sogar eine (geringe) finanzielle Entschädigung erhalten (10€ pro Tag den ich im Gefängniss verbringen musste).
Wie gesagt, mir war gerade langweilig, ich kann nicht schlafen und mir fiel nicht ein was ich sonst machen sollte.

Das ganze ist jetzt übrigens eine Ewigkeit her. Meinen damaligen Anwalt hab ich übrigens auch seither nicht mehr. Der kam mir eher vor, als wollte er unbedingt, dass ich sitze - der Staatsanwalt und der Richter haben ganz alleine bewiesen das ich nichts gemacht habe. Da hätt ich mir auch n Affen als Anwalt nehmen können.
