Es nervt auch richtig, wenn sich leute über Denglisch, die Verwendung des Dativ statt des Genitivs oder "falsche", aber umgangssprachliche Präpositionen aufregen (=> nach Rewe gehen). Diese Besserwisser sind wohl nicht mal klug genug, um zu kapieren, das Sprache lebendig ist und sich wandelt, und kein heiliges, bürokratisches Bibelstück, das keiner anrühren und ändern darf...
Man könnte auch leicht umgekehrt behaupten, dass es richtig nervt, Sätze zu lesen wie
Lass treffen,
Jemand bock zu talken?, oder
Kennst du die wo das gemacht haben tut. Es hat weder etwas mit Besserwisserei noch mit Dummheit zu tun, wenn einem bei solchen Sätzen die Augen tränen. Denn auch wenn Sprache lebendig ist und sich wandelt, so hat das absolut nichts mit solchen Fehlern zu tun. Solche Fehler stellen nämlich nicht die künftige Entwicklung, sondern vieleher eine Parallelsprache dar, die schon immer neben der korrekten Sprache existiert. Demnach ist es auch keine Entschuldigung für Fehler.
Und auch die Rechtschreibung darf natürlich verändert werden, nur eben nicht so, dass der Sinn grammatikalischer Regeln komplett verändert wird. Denn obwohl sich Sätze wie
Das macht Sinn schon so fest eingebürgert haben, dass sie selbst schon von Nachrichtenmoderatoren oder hochrangigen Politikern gebraucht werden, so stehen sie dennoch nicht im Einklang mit den gültigen Regeln - und die ergeben(!) durchaus Sinn, so wie sie sind.