Du bist nicht angemeldet. [Anmelden]
Optionen
Thema bewerten
Depressionen - #1782140 - 17.06.2009, 07:32:27
DoUgHbOyS
Nicht registriert


Ich glaube es gibt viele Menschen auf der Welt die Depressionen haben, ich hoffe das diesen Beitrag der mich richtig kennt sieht...

Vor ca. 7 Monaten bin ich Ausgewandert in die Staaten nach Houston, Texas.
Vor dem Auswandern hatte ich so ein Gefuehl, als wuerde mich etwas von Deutschland befreien, die Freunde waren auch nicht mehr das was sie waren, und die Gemeinsame Zeit auch nicht. Ich hab einfach gedacht, was soll den jetzt noch schlimmes passieren? Ich hab doch so gut wie keine Freunde, sie waren nichtmals hilfsbereit, aufjedenfall die meisten. Ich hatte so ein wuetendes Gefuehl, ich hab die Schule einfach geschwaenzt, weil ich die Gesichter nichtmals erleiden konnte, so schlimm war es.

Seitdem 26.11.08 wohn ich in Houston, Texas, USA, und ich konnte mich erst nicht beschweren, aber verdammt, die ganze Kultur, die Menschen, der Alltag ist vollkommen anders, nicht das ihr jetzt denkt, ich habe mich nicht dazu vorbereitet, ich hab's getan, und meine Mutter hat mich schon zich mal gefragt, ob ich sowas durchziehen koennte, ich hab nur genickt und Ja gesagt. Ich meine, was soll ich ihr sagen? Der Traum meiner Mutter war schon immer nach USA auszuwandern, wobei wir schon 5 mal in USA waren, und das in Florida, Kalifornien und Texas, in verschiedenen orten. Innerhalb dieser Zeit November - Dezember, hat sich mein komplettes Leben veraendert, ich hatte nightmares, und traeumte immer vom zurueckkehren. Ich glaube mein 14tes Lebensjahr werd ich nie mehr vergessen, was ich schon erlebt hab ist umglaublich. Der Hammer war noch, ich hab ca. 4 Kg abgenommen, ich konnte das Essen einfach nicht vertragen, zumal ist die Wurst salzig oder suess, das Brot so weich das es fast wie Kaugummi ist, und selten findet man richtiges Italienisches Brot, was bereits mein Lieblingsbrot ist. Ich sass nur am Laptop den ich zu Weihnachten bekommen hab, und tat nix. Ich verbrachte die meiste Zeit in Knuddels, weil ich da noch die meisten Freunde kontaktieren konnte. Ich hab mit denen gelacht, geschrieben alles moegliche. Endlich am 24. Januar, hab ich meine High School besucht, die Leute sind da eher ein auf "easy way", nehmen alles mit links, und der Unterricht ist grade nicht schwer. Aber mir fehlen die Freunde, was mir am meisten fehlt, ist die Gemeinsamkeit, das Abhaengen mit Freunde auf dem Schulhof am Wochende, mit V+ Bier und Musik. Wie wir alle wissen gibt's in USA strenge Regeln wenn es um Kippen und Alk geht, deshalb sollte man wenn man unter 21 ist, davon die Finger lassen... und das, ist was ich schon nicht mag. Ich hab meine bekannten und alte Freunde i-wie frueher nicht geschaetzt, und jetzt hab ich krasse Depressionen, jeden Tag. Ich versuch mich mit was abzulenken, das ganzen Tag am Laptop sitzen ist auch grade nicht gut, aber ich ess am Tag sogut wie garnichts, mach die Naechte durch, und kuemmer mich um garnichts. Ich fuehle mich grade sehr unsportlich, und ich schaeme mich dazu. Was soll ich nur tun?...


Ich hab den Thread vom anderen abgekoppelt, damit wir nicht vom Thema des anderen Threads abkommen. Die Überschrift ist daher von mir vorläufig gewählt und kann durch den jetzigen TE auf Wunsch geändert werden. Er wurde per /m darauf hingewiesen.

>> Topic nun angepasst.

#Joy


Bearbeitet von Joyparty (17.06.2009, 12:01:43)
Bearbeitungsgrund: Siehe Hinweis

[zum Seitenanfang]  
Re: Depressionen [Re: ] - #1782325 - 17.06.2009, 14:16:25
Tasha & Caki <3
Phant​omsch​merz.​

Registriert: 30.08.2006
Beiträge: 248
Also irgendwie scheinst du dich ja doch nicht so recht auf die ganze Sache vorbereitet zu haben. Dass die Menschen, die Kulturen und vorallem das Essen anders als gewohnt sind hätte dir doch wohl klar sein müssen bevor du den Trip nach Amerika angehst. Vorallem: Wie lange hast du dir die ganze Sache überlegt? Vorallem durch deinen Satz "Ich hab meine bekannten und alte Freunde i-wie frueher nicht geschaetzt, [...]" kommts mir so vor, als wärst du einfach von jetzt auf gleich aufgebrochen. Vorallem meine Freunde hätten mir die größe Zeit zum überlegen beschert.

Ich nehme an du hast dich schon mit ein paar Leuten von deiner Schule "angefreundet", oder? Wie wärs denn einfach, wenn du versuchst mit der Situation klar zu kommen, dich einfach mal ablenkst und etwas Zeit mit denen, statt stundenlang vor dem Laptop zu verbringen? In Amerika kann man genauso gut mit Freunden abhängen wie hier. Oder versuchs doch mal mit einer amerikanischen Sportart? z. B. Football? Viele Amerikanische Schulen bieten sowas von sich aus an.

Ich würd dir sagen, sieh das ganze Positiv. Du sagst damals, bevor du aus Deutschland "geflüchtet" bist, waren die Freunde schon nichtmehr das was sie waren, meinst du sie hätten sich von jetzt auf gleich geändert? Ich würde nicht an zurückkehren denken, überleg mal wie viele es wirklich schaffen sich den Traum vom auswandern wirklich zu erfüllen. Lenk dich ab, komm damit klar, fang ein neues Leben an. Die Anfangsphase ist immer schwierig, daran muss man sich gewöhnen. Ich glaub in einiger Zeit wirds dir dort schonwieder sehr gut gehen, und wer weiß, vllt findest du ja auch irgendwann ein Mädchen in den Staaten? :)

Ich wünsch dir alles Gute.
_________________________
Smile and the world smiles with you.
Laugh and they'll all think you're on drugs.

[zum Seitenanfang]  
Re: Depressionen [Re: Tasha & Caki <3] - #1783251 - 18.06.2009, 11:37:16
LittleBlackCloud
Famil​ymitg​lied​

Registriert: 17.04.2003
Beiträge: 600
Hi,

Ich war mal in einer ähnlichen Situation, habe selbst für insgesamt ca. 5 Jahre in Amerika (El Paso, Texas) gewohnt und da war ich auch in deinen Alter.
Das ganze drumherum ist natürlich nicht einfach und auch die Mentalität dort ist eine ganz andere.
Ich hatte das Glück, dass es dort eine "German Community" gab bzw. gibt; vielleicht hilft es dir auch, deutsche Leute kennen zu lernen (es gibt ja viele die AuPair Jahre machen oder selbst ausgewandert sind). Kontakte zu knüpfen ist ja heutzutage dank des Internets nicht mehr so schwer...
Trotzdem ist es wichtig zu versuchen mit den Amis klar zu kommen, denn die sind ja auch längst nicht alle gleich ;-)
Naja was das Essen angeht... mittlerweile vermiss ich manchmal sogar die salzige Margarine :-D Es gibt eigentlich in fast jeder größeren Stadt deutsche Bäckereien, das Brot ist zwar immernoch nicht genau dasselbe wie hier aber es ist schon besser als immernur dieses labbrige Toast zu essen. Einfach mal umhören, es gibt immer irgendwelche Möglichkeiten..
In Mexiko gibt es übrigens auch Überraschungseier zu kaufen (ich glaub das war im Sam's Club) xD
Du hast doch bestimmt auch noch Verwandte in Deutschland!? Dann sieh zu das du dir etwas Geld zusammensparst und wenigstens 1x im Jahr rüberfliegen kannst..
_________________________
"You have your way. I have my way. As for the right way, the correct way, and the only way, it does not exist." (Nietzsche)

[zum Seitenanfang]  
Re: Depressionen [Re: LittleBlackCloud] - #1784469 - 20.06.2009, 00:44:43
CU-Tobi
Nicht registriert


Wenn dir dein Essen nicht passt: Selber machen !

Wenn du dich unsportlich fühlst: Beweg dein Arsch raus und mach Sport !

Wenn du dauernd an deinen alten Leuten hängst, sie aber viel zu weit entfernt sind: Schließ mit deiner Vergangenheit ab, aktzeptiere dein neues Leben bzw. mach dich erst einmal frei dafür ! Loslassen fällt vielen schwer, was verständlich ist; Loslassen ist aber der einzige Weg, um auch neues erreichen zu können. Schließ also mit der Vergangenheit als Ideal ab, versuch die guten Dinge in deiner neuen Umgebung zu entdecken und das schlechte besser zu machen :)

Ich weiß aus Erfahrungsberichten, dass die Kultur der USA wesentlich mehr auf Oberflächlichkeit fixiert ist, als sie es hier schon ist, doch kannst du auch dort neue Freunde finden: Gib dir und den anderen eine Chance !


Edit:
Ach und.. mach dein Laptop aus.


Bearbeitet von CU-Tobi (20.06.2009, 00:45:27)
Bearbeitungsgrund: blubb.

[zum Seitenanfang]