Kritik an der Kausalität finde ich vor allem in einem Gesichtspunkt sehr kritisch: Wie weißt man nach, dass ein gewisses Phänomen keine Ursache hat?
Ich hab mir hier mal was von einem Physiker über Kausalität erzählen lassen.
alphaCentauri:Kausalität Dort geht es im Prinzip genau um dieses Problem (wenn auch am Anfang ein bisschen viel rumgeredet wird).
Was der da sagt, lässt sich meiner Ansicht nach ganz gut mit dem Problem des ersten Wirkgrundes vereinbaren: auf quantenmechanischer Ebene gerät die Wissenschaft an eine Grenze, wo sie keine die Kausalität betreffenden Aussagen mehr machen kann. Selbiges gilt eben für den ersten Wirkgrund oder den Beginn des Universums.
Wenn darüber keine wissenschaftlichen Aussagen mehr gemacht werden können, dann sind alle bisher genannten Aussagen diesbezüglich - genau wie meine Annahme, hinter dem ersten Wirkgrund stünde ein Gott - metaphyisische Aussagen.
Es mag schon stimmen, dass Kausalität in unserem Denken tief verankert ist. Es mag auch sein, dass Kausalität nicht unumstritten ist, aber gibt es eine Alternative? Wenn man den "Gottesbeweis" von Thomas von Aquino angreift, kann man sich nicht die Autorität der Naturwissenschaften zu eigen machen. Man bewegt sich selbst im metaphyisischen Bereich. Metaphyisische Aussagen müssen sich an den Kriterien messen lassen, die wir eben für Theorien haben. Da finde ich, tun sich Theorien, welche die Kausalität negieren schwer. Die Aussage vom ersten Wirkgrund verlagert die Akausalität in Gott...was okay ist, denn Gott ist ja immerhin Gott