Eine wirklich interessante Diskussion, die ihr hier führt.

Ich muss sagen, dass mich die Argumente beider Seiten überzeugen. Sicher ist es so, dass es nie einen optimalen Schutz geben wird, dafür ist das Internet zu anonym. Niemand kann sicher sein (ausgenommen von Leuten, die man real kennt), dass der, der "am anderen Ende der Leitung" sitzt auch der ist, der er zu sein scheint.
Es genügt in allen Chats einfach ein paar Angaben zu fälschen und schon hat man eine neue Identität. Nennen wir mal einige große und gute Jugendschutzmechanismen: ....

Mir fällt keine ein, die man nicht umgehen kann. Sei es eine Personalausweisnummereingabe, die man durch einen PersoGen umgehen kann, oder was auch immer.

Selbst in betreuten Chats (Chats mit hauptamtlichen Mitarbeitern für Jugendschutz) findet man lücken in ihrem Jugendschutzsystem, denn wer kann überprüfen, wer wirklich hinter dem Nick steckt ohne das in die Privatspähre des Chatters eingegriffen wird und Private Nachrichten gegengelesen werden.

Das sicherste ist natürlich, wenn die Eltern mit chatten und sehen, was die Kinder schreiben, doch mal ehrlich ist das nicht irgendwie zu utopisch? Doch ist es, denn welches Kind lässt sich gerne über die Schulter schauen bzw. welches Elternteil hat die Schuld.

Die Möglichkeit Chats im Allgemeinen zu verbieten, löst dieses Problem auch nicht, denn dann wird Kontakt über IMs oder andere Wege (Emails) gesucht. Desweiteren schränkt dieser Schritt die Kommunikation im Internet extrem ein und behindert den Nutzen dieses.

Weitere Möglichkeiten:

Aufklärung: Eine der wichtigesten und richtigesten Vorgehensweisen ist Prevention. Einfach den Kindern die gefahren erklären. Natürlich ist es keine 100% Schutz, denn wenn ein Kind vertrauen zu jemanden gefasst hat, glaubt es, dass es vor dem jemand keine Angst haben sollte.

Reagieren der anderen Chatter: Jeder, der im Chat ist, sollte ein Interresse am Schützen von Kindern haben und bei auffälligen Nickname oder Verhaltensweisen einen CM/Admin/Mitglied des JuSchuTeams zurufen.

Verhalten der Eltern:
Einfach ab und zu mal nach den Kindern schauen, um zu wissen was sie amchen und notfalls sie wieder zu Vernunft aufrufen.

Nur, wenn dies alles passiert, kann ein Effektiver Jugendschutz erreicht wird, welcher jedoch nie eine Garantie gibt, dass nicht doch ein sexueller Möglich ist, denn wenn man eine Möglichkeit sucht, dann findet man auch eine.

In diesem Sinne

DJ Sergey.

Ich werde diesen Beitrag natürlich auch als Reaktion an die ZDF Redaktion schicken, in der Hoffung, dass diese in der Produktion der Nächsten Sendung als Anregung verwendet wird.