Gut, sogesehen hast du Recht Mysticus Insanus. ^^
Die Texte von Descartes kenn ich, ich kann also deinen Einwand auch verstehen.
Ist ein kompliziertes Thema... Der Text dazu war "Woran man zweifeln kann" ist zumindest der einzige, der mir jetzt einfällt, falls es einen interessieren sollte...
In dem Fall sollten wir vielleicht besser von allem, was wir als existent bezeichnen, oder besser gesagt ich, mein Geist, - wer weiß schon, ob du real bist? =P - absehen und mich dem grundlegensten Problem widmen und es als Beíspiel heranziehen. Was ja Descartes eigentlich für uns schon erledigt hat.
Ich sehe es weiterhin so, wie ich es bereits gesagt hatte in Bezug auf 'Glauben', dass man in der Lage ist, an nichts zu glauben, denn die Existenz der Dinge um einen herum (aber auch diese angebliche Welt, einfach alles bis auf den eigenen Geist) kann man bezweifeln, also nicht daran glauben. Oder denk ich jetzt irgendwie falsch? lach
Letztendlich ist das, was Descartes in einem anderen Text "Gottesbeweis" (heißt doch so, oder? confused) sagt, dass er durch seine Zweifel unvollkommen ist und deshalb auch etwas Vollkommenes existieren müsse.
Aber ob ich nun davon ausgehe, dass diese Welt wirklich real ist, oder ob ich von meinem Geist ausgehe, dessen ich mir als einziges wirklich sicher sein kann, macht für mich keinen besonderen Unterschied.
Wenn die Welt real sein sollte, wäre ja das, aus dem sie besteht real, nicht? Also auch diese Anleitung, auch wenn mir das Beispiel mittlerweile schon ziemlich blöde vorkommt, ein Baum oder Wasser wär mir lieber. Ich kann ja auch nicht daran zweifeln, dass es meinen Geist gibt.
Wenn man das mit dieser 'Erkenntnis' Descartes' betrachtet, würd man vielleicht sagen in Bezug auf diesen Thread: Dass Glauben zu nichts führt ist falsch! Immerhin glaubst du an diese Welt (-sollte dein geist existieren-). Zu was Glauben führt ist wohl eher, dass man, wenn man glaubt, sich täuschen lässt.
Mir persönlich fällt so eine Sicht schwer, entweder weil ich's irgendwo falsch versteh, oder weil mir die Betrachtungsweise nicht gefällt, auch wenn sie interessant ist.