Antwort auf: its good

Antwort auf: tobo74
Angst vor der NATO? Schwachsinn³
Wir sehen ja, wie schwer sich die NATO tut, einzugreifen, selbst wenn sie ausdrücklich von einer widerrechtlich angegriffenen Nation drum gebeten wird. Da ist es sehr sehr weit hergeholt, davon auszugehen, dass eine Bedrohung durch die NATO akut war und ist.


So einfach würde ich das nicht sehen. Jens Stoltenberg begründet beispielsweise die Absage der von der Ukraine geforderten Flugverbotszone eher damit, dass man eine weitere Eskalation befürchte. Genauso sieht es bei der von Polen geforderten Friedensmission aus. Hingegen liest man weniger das Argument, dass die Ukraine kein NATO-Mitglied ist. Wäre statt Russland ein anderes Land der Aggressor, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass die NATO sich einmischen würde.


Da gebe ich dir völlig recht.

Aber ich meinte ja explizit Russland bei dem, was ich schrieb.

Volker Pispers hats mal schön gesagt: "Der Unterschied zwischen Saddam Hussein und Wladimir Putin ist, dass Putin genau die Massenvernichtungswaffen besitzt, die man dem Hussein unterstellt hat, aber er hat die Atombombe."

Dass die NATO von sich aus irgendeine Atommacht angreift, halte ich für extrem unwahrscheinlich, daher ist die Behauptung Russlands, man fühle sich von der NATO bedroht eben schwachsinnig und sicher nicht wirklich ernst gemeint. Aber Krieg ist bei den allermeisten Menschen höchst unpopulär und irgendwie muss man das halt den eigenen Leuten verkaufen.

Das ist natürlich keine russische Erfindung. Es gab ja auch mal die Nacht, in der "Polen zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen" hat.
War ebenfalls an Absurdität nicht zu überbieten.
Und George W. und der Irak... wir bekleckern uns da rund um den Globus alle nicht mit Ruhm.
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"Das meinen Sie doch nicht ernst?" - "Natürlich meine ich das. Und nennen Sie mich nicht Ernst!"