Einen Punkt dazu will ich noch mal aufgreifen:

Antwort auf: Kipo14
Während aktuell die wehrfähige Bevölkerung der Ukraine ihr Land verteidigt um in der Heimat eine friedliche und sichere Zukunft zu haben, hauptsächlich Frauen und Kinder fliehen, sind bei der "Flüchtlings"welle 2015 überwiegend junge, männliche Personen nach Deutschland gekommen.


Antwort auf: tobo74
und wenn ich mir z.b. Polen anschaue, dann sehe ich 2015 diese Bilder beim besten Willen nicht, ganz im Gegensatz zu jetzt, also macht man da in Europa schon Unterschiede und es sollte auch absolut keine Rolle spielen, ob das Frauen oder Männer sind, die da kommen.


Es ist auch vollkommen egal, warum man aus einem Kriegsgebiet flieht. Ich finde, es ist eher eine Frechheit, dass einige von Männern erwarten, dass die für ihr Land kämpfen sollen und, dass Frauen als Flüchtlinge gesellschaftlich anerkannt werden. Wenn die Männer aus der Flüchtlingskrise 2015 nicht zu den Waffen greifen wollten, dann ist das absolut in Ordnung und auch nachvollziehbar. Genauso wie Frauen in den Krieg ziehen, sollte es auch bei Männern anerkannt sein und auf Verständnis stoßen, wenn diese jede Art von Kriegsdienst verweigern. Das hat auch nichts mit Feigheit oder ähnliches zu tun, sondern oftmals damit, dass diese Männer ihre Familie versorgen wollen und müssen. Natürlich gilt dies ebenso für Frauen, die diese Rolle in der Familie übernehmen. Auch kann ich es verstehen, wenn die Vaterlandsliebe wenig bis gar nicht vorhanden ist, wenn es um Syrien oder den Irak geht, warum auch? Die Geschichte beider Länder war stets von Gewalt geprägt. An Werte wie Freiheit, wie wir sie haben und die es zu schützen gilt, war dort doch aufgrund der allgegenwärtigen Gewalt kaum zu denken. Politiker wie Baschar al-Assad haben den eigenen Machterhalt im Auge, nicht aber die Lebensqualität der Bevölkerung. In Russland sieht es genauso aus. Worauf soll man also stolz sein? Was gilt es zu verteidigen? Es ist also in jeder Hinsicht verständlich, wenn Frauen und Männer als Flüchtlinge aus einem Land fliehen, das vom Krieg zerfressen wird. Ich möchte das nur mal anmerken, da hier offenbar ein Unterschied aufgerollt wurde, der 2015 Thema war. Letztendlich steht es uns ohnehin nicht zu, diese Menschen aufgrund ihrer Flucht in irgendeiner Weise zu bewerten, denn ich bezweifle, dass wir uns hier überhaupt nur eine klare Vorstellung darüber machen können, was Krieg wirklich bedeutet. Es zeigt nur, wie rückständig man selber ist, wenn man von den männlichen Flüchtlingen die Verteidigung des Landes erwartet, für die Damenwelt aber Verständnis zeigt. So langsam muss auch jedem Bundesbürger bewusst geworden sein, in was für einem Land er selber lebt und wie gut er es in Deutschland eigentlich hat.
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Wer sich in einer Diskussion auf seine Autorität beruft, gebraucht nicht den Verstand, sondern das Gedächtnis.
Leonardo da Vinci (1452-1519)