Antwort auf: Kev777
Ja die kette an rassistischen vorfällen im zusammenhang mit dem krieg wird immer länger.


Die Spitze des Eisbergs brachte nun Facebook. Laut Tagesschau und Handelsblatt bricht die Plattform die eigenen Regeln und erlaubt Gewaltaurufe gegen russische Soldaten. Da noch immer viele (was ich nicht verstehen werde) Facebook aktiv nutzen, erreichen solche Aufrufe auch jede Menge Menschen. Langsam frage ich mich, in was für einer Welt wir angekommen sind. Das Verhalten dieses Konzerns ist einfach nur widerlich. Daran erkennt man wunderbar, dass Frances Haugen Recht hatte. Ich kann nur jedem raten, sich zu fragen, ob man Facebook wirklich nutzen will. Die meisten Mitglieder bei Knuddels würden die Plattform wohl verlassen, wenn Knuddels wie Facebook handeln würde. Man erkennt nun wunderbar, dass sich die Plattformen Knuddels und Facebook hinsichtlich ihrer Werte gewaltig unterscheiden. Geht man nach dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz (sehr treffend auch Facebook-Gesetz genannt), dann müssten Hasskommentare gelöscht werden. Facebook duldet in meinen Augen Volksverhetzung, wenn es Kommentare zulässt, die zu Mord und Totschlag aufrufen. Da der Geltungsbereich aber nur innerhalb Deutschlands ist und Facebook diese Lockerungen hier nicht erlaubt, geht der Konzern wohl mal wieder straffrei aus.

Antwort auf: Kev777
Wäre es nicht viel effektiver wenn man sich darauf konzentriert von staatlicher seite her die gelder zur verfügung zu stellen?


Ich befürworte jeden Schritt, der dazu führt, dass Spendengelder auch beim Empfänger ankommen. Ich selbst traue Spendenorganisationen herzlich wenig und muss immer, wenn ich spenden möchte, stundenlang recherchieren, an wen die Spende geht und wie der Weg zum Empfänger aussieht. Hier und hier kann man gut nachlesen, was Deutschland als Land tut, um der Ukraine zu helfen. 1,2 Milliarden Euro soll die Ukraine von der EU (als Kredit) erhalten, wovon bereits 300 Millionen Euro ausgezahlt wurden.

Antwort auf: Kev777
Und vielleicht auch mal die milliarden die man ja angeblich den oligarchen abgenommen hat direkt in die ukraine fließen zu lassen?


Das russische Außenministerium wirft dem Westen nach dem Einfrieren der Gelder Diebstahl vor. Der Vorwurf würde sich erhärten, wenn man die Kohle nun wirklich anderen zukommen lässt. Das halte ich für den falschen Weg. Die Gelder sind ja nur eingefroren, nicht verschwunden und sollte das Ziel dieser Sanktionen gegen die Oligarchen erreicht werden, dann muss das Geld auch zurückgegeben werden. Alles andere wäre Enteignung fremder Staatsbürger. Das sollte nicht der Maßstab einer Demokratie sein, auch wenn der Kreml über Enteignung aktuell selber nachdenkt.


Bearbeitet von its good (11.03.2022, 14:05:39)
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Wer sich in einer Diskussion auf seine Autorität beruft, gebraucht nicht den Verstand, sondern das Gedächtnis.
Leonardo da Vinci (1452-1519)