Antwort auf: Kev777
Lass mich nur ein paar kleinigkeiten berichtigen.

Zitat:
Das kostet und ich bezweifle (wie viele andere), dass der Bund die Energiewende finanziell stemmen kann. Das ist eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft, die jahrzehntelang vom Atromstrom profitiert hat.


Der Bund ist die Gesellschaft. Ich verstehe nicht ganz wieso der Bund als eine andere Entität als die Gesellschaft selbst betrachtet wird. Der Bund sind wir, die Gesellschaft.


Da kann ich weiterhelfen. Unter Gesellschaft darf man den Teil der Bevölkerung verstehen, der nicht aktiv an der Regierung beteiligt ist, was man eigentlich auch dem Kontext meiner Aussage entnehmen kann. Nun aber genug der Spitzfindigkeiten.

Antwort auf: Kev777
Sicher könnte auch der Bund den Wandel der Energieerzeugung finanzieren, das hat er ja auch teilweise schon getan. Und eigentlich spricht auch nicht viel dagegen die Milliarden, die früher in die Atomstromerzeugung flossen und noch immer in die Kohleverstromung fließen, sattdessen lieber in die Energiewende zu stecken.


Sicher wäre das möglich. Zum aktuellen Stand bietet es sich meiner Meinung nach an, von den Erfahrungen mit der bisherigen Regierung auszugehen, weil man die neue Regierung noch nicht wirklich kennt. In meinen Augen spricht auch nichts dagegen, diese Gelder in die Energiewende zu stecken. Was aber (möglicherweise) dagegen sprechen könnte, wären unternehmerische Interessen. Ich bin kein Ökonom, aber mir ist dennoch klar, welchen erheblichen Einfluss unternehmerische Interessen auf die bisherige Politik hatten (z.B. Maskendeals). Es wird sich zeigen, welche Interessen durch die neue Regierung wirklich vertreten werden.

Antwort auf: Kev777
Allerdings will man ja, ich denke da sind wir auch alle mit dabei, die Verbraucher von Energie entsprechend ihres Verbrauchs stärker an den Kosten der Energiewende beteiligen. Man möchte ja auch erreichen, dass Energie bewusster eingesetzt wird. Und das geht eben am besten über den Preis den Energie kostet. Wer viel verbraucht zahlt halt auch entsprechend mehr.


Stimme zu. Wie dekadent man sich manchmal verhält, kann man auch an sich selbst gut erkennen. Wer hat sich nicht schon selbst dabei erwischt, den TV laufen zu haben und nicht hinzusehen oder das Licht beim Verlassen des Hauses/der Wohnung anzulassen?

Antwort auf: Kev777
Würde man dies aber ohne Ausnahme genau so umsetzen wären weite Bereiche unserer Industrie praktisch instant unwirtschaftlich und könnten direkt zu machen. Das wäre wieder ein Zustand den wir nicht wirklich wollen und auch gar nicht zulassen können. Daher gibt es für bestimmte Industriezweige wieder entsprechende Ausnahmen, eben damit sie noch sinnvoll am Standort Deutschland wirtschaften können.


Das sollte jedem klar sein. Wenn ich mir aber in der einen Hand Planungssicherheit und in der anderen das Management der Corona-Pandemie ansehe, dann frage ich mich, wie ich diese beiden Hände zusammenführen kann. Sollten in der aktuellen Legislaturperiode ebenfalls dermaßen inkompetente Politiker wie in der letzten sitzen, dann wird die Amtsperiode wohl eher von Skandalen als von wirklichen Fortschritten begleitet werden.

Antwort auf: Kev777
Zitat:
Schlimmer wäre es doch, wenn die Energiewende fehlschlägt, weil viele Deutsche sagen, dass sie nicht bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen (ein Verhalten, welches mir übrigens bekannt vorkäme).

Ich denke diese Option gibt es nicht und gab es nie.
Und ich bin recht sicher, dass den meißten, die nicht die cdu oder afd gewählt haben, klar war, dass die Partei die sie wählen an einer Energiepreiserhöhung für Energie (die durch fossile Energieträger erzeugt wird), z.b. in form einer höheren co2 steuer, nicht drum kommen wird.


Das hängt von der Regierung ab. Sind es wieder Arschkriecher, die bloß keinen medialen Fehltritt riskieren wollen und bloß nicht in die Kritik geraten wollen, dann ist es sehr wohl möglich, dass sie Minderheiten, die über sinkenden "Wohlstand" schimpfen, deutlich mehr Gehör schenken als diese verdient haben.

Ich weiß nicht, ob sich die Wähler damit auseinandergesetzt haben. Wenn ich mir aber so die Kommentarspalten bei Facebook ansehe, dann darf man durchaus in Frage stellen, ob die Mehrheit der Deutschen sich wirklich darüber informiert, wen sie wählt, sich mit den Inhalten beschäftigt und auch darüber nachdenkt. Bei CDU/CSU- und AfD-Wählerin schließe ich es sogar vollkommen aus, denn anders kann ich es mir nicht erklären, wieso diese Menschen immerzu gegen ihre eigenen Interessen wählen.

Zum Thema Geld noch: Auch wenn die Energiepreise steigen, so sollte man auch die Kehrseite sehen. Der Mindestlohn steigt erheblich. Auch Menschen auf Minijob-Basis dürfen mehr behalten. Wie es mit den Sozialhilfen aussieht, wird man sehen. Pflegefachkräfte sollen demnächst auch mehr Geld bekommen. Mal abwarten. Wenn die Einkünfte steigen, dann sollte man mit einer vergleichsweise geringen Steigerung der Energiekosten doch einverstanden sein.
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Wer sich in einer Diskussion auf seine Autorität beruft, gebraucht nicht den Verstand, sondern das Gedächtnis.
Leonardo da Vinci (1452-1519)