Hallo zusammen,

ich hatte bereits meinen Beitrag geschrieben und aufgrund eines anstehenden Gespräches dann nochmal entfernt.
Trotzdem wollte ich euch noch folgende Informationen und Erklärungen geben.


Einige Infos wurden hier recht subjektiv dargestellt:
Es gab ein Problem mit der Funktionalität einer App. Ich habe mich gegenüber den Betroffenen zuerst für (!) die Funktionsweise der App ausgesprochen, da wir die Verwaltung der MyChannel an sich den Besitzern überlassen.
Daraufhin gab es Gespräche und Erklärungen, die erst das Ausmaß zeigten. Ich schickte nach mehreren Gesprächen (auch innerhalb des Knuddelsteams) eine sehr ausführliche Erklärung per /m an den Entwickler und andere Beteiligte, erläuterte die Gründe und bat (!) darum, das bei der Entwicklung der Apps zu berücksichtigen.

Es gab keine Rückfragen, Erklärungen oder Gegenargumente, die an mich gerichtet waren. Nach einem "sehe ich nicht ein" lautete die zweite Nachricht sinngemäß: dass es in die App-AGB aufgenommen wurde - entweder so oder die App wird in 400 Channeln deaktiviert.
Die Nachrichten kamen beide nach 22:30h und ich habe sie erst am folgenden Tag gelesen.

Es wurde zu keinem Zeitpunkt von einem wir gesprochen, so dass ersichtlich wäre, dass mehrere Personen an der App entwickeln oder Entscheidungen treffen. Dies wurde zum ersten Mal in einem der Postings erwähnt, als es darum ging, dass "mehrere Personen über die Blackliste entscheiden". Ob das schon immer bei jedem einzelnen Nick der Fall war, oder erst in letzter Zeit so praktiziert wird weiss ich nicht.

Ich war weder persönlich, noch unsachlich oder uninteressiert. Ich habe nicht mal angeordnet dass es sofort geändert wird oder habe eine Frist gesetzt. Ich habe darauf gebaut, dass meine Begründung dazu führt, dass man sich mit dem Thema auseinander setzt und - wenn es sie gibt - zumindest Argumente oder Verbesserungsvorschläge bietet. Als Argument/Probblem wurde genannt, dass u.a. ein Ehrenmitglied scheinbar beleidigt oder provoziert. Gerade das sind jedoch genau die Fälle die ich als sehr persönlich und channelbezogen betrachte und die man nicht mit einer globalen Blackliste lösen muss.
Erst aufgrund dieser Reaktion sah ich mich gezwungen eine Frist zu setzen. Auch davor (und dann auch noch danach) nahm ich mir die Zeit für einige Rücksprachen und Diskussionen, bis ich meine zweite Nachricht sendete, die inhaltlich dem zugehörigen Forumsbeitrag entsprach.
Als Argument für eine globale Blackliste wurde zuerst nur genannt, dass manche Mitglieder (Zitat:) “bandenmäßig stören und beleidigen”. Das ist jedoch ganz klar ein channel- und personenbezogenes Problem, dass jeder MyChannelbesitzer für seine(n) Channel selber lösen kann und muss. Die Rückmeldungen zeigten, dass Nutzer global eingeschränkt wurden, die in anderen MyChanneln durchaus erwünscht waren, oder mit denen in einem Großteil der Channel keine Probleme existierten. [Wenn ich von "global" spreche, dann meint das in diesem Zusammenhang immer viele MyChannel mit unterschiedlichen Besitzern.]


Bei Knuddels wird erstmal kein Nutzer abgelehnt oder gezielt benachteiligt. Das darf man nicht damit verwechseln dass es keine Toleranz z.B. gegenüber strafbarem Verhalten gibt, oder dass gezielt Sanktionen für unangemessenes Verhalten ausgesprochen werden. Eine globale Blackliste ist hingegen eine gezielte Einschränkung von einzelnen Nutzern durch eine Person (oder kleine Gruppe) und nicht durch Knuddels oder die Administration.
Dass Entwickler einer User App die Administration eines MyChannels (auch nicht in Teilbereichen) auf diese Weise (und im negativen Fall möglicherweise auch zum Nachteil von Nutzern) übernehmen und das "Recht" nach ihrer eigenen Definition auslegen und in die eigene Hand nehmen ist nicht ok und auch nicht mit der Knuddels-Philosophie vereinbar. Erst recht nicht, wenn die MyChannelbesitzer (MCB) sowie ihre MCM keinen direkten Einfluss darauf nehmen können.

Selbstverständlich steht es jedem MyChannelbesitzer frei für seine ihm selber gehörenden Channel Regeln aufzustellen und auch eine gemeinsame Liste zu führen.
Eine systematische Benachteiligung von Nutzern darf aber nicht Kernfunktion einer User App sein.
Wenn es die Möglichkeit zu globalen Einschränkungen geben “sollte”, müssten die Gründe für einen Ausschluss nachvollziehbar sein, einen Mehrwert für den größten Teil der MyChannel darstellen und sich nach transparenten und klar definierten Kriterien richten. Beschwerden über umfassende Benachteiligungen müssten von einem Gremium geprüft werden, dass unabhängig von User App Entwicklern oder MyChannelbesitzern agiert und Entscheidungen treffen kann. Einen solchen Prozess gibt es bei Knuddels bisher nicht für User Apps, denn jeder MyChannel kann das für sich regeln kann.
Am Ende geht es aber auch garnicht darum möglichst viele MyChannel zu schützen, die kommen mit den betreffenden Personen eh nicht in Berührung. Mir gegenüber wurde deutlich gesagt, dass die globale Blackliste notwendig ist, weil das administrative System bei einigen Nutzern versagt und es deshalb nötig ist selber zu handeln. Auch wenn der Gedanke dahinter vielleicht nachvollziehbar ist, geht es also viel mehr darum Nutzer für ihr Verhalten zu bestrafen. Wenn das nach eigenen Vorstellungen und an der Administration vorbei geschieht, handelt es sich ganz klar um Selbstjustiz - und das können wir nicht zulassen.

In meiner zweiten Nachricht wurde ausreichend Zeit gegeben (3 Tage), um die Nicknamen von der Liste zu entfernen. Mehr wurde zu diesem Zeitpunkt nicht erwartet. Es wurde nicht erwartet, dass sofort große Änderungen an der App vorgenommen werden, auch wenn mir vorher bestätigt wurde, dass es lediglich des Löschens von ein paar Zeilen bedeutet hätte.
Ich hoffe es wird deutlich, dass es keinerlei Ansatz für den Vorwurf eines respektlosen Vorgehens gab. Wäre man auf meine erste Nachricht eingegangen und hätte versucht die Gründe für die globale Blackliste mit mehr zu untermauern als mit "Provokationen durch einen Nutzer" und "ich sehe das nicht ein", wäre es sicherlich nicht im Anschluss zu einer Fristsetzung gekommen.


Zu Euren Anmerkungen und der aktuellen Entwicklung:

Zitat:
Jeder User ist für sein verhalten selbst verantwortlich und hat es sich somit auch selbst zuzuschreiben wenn er auf der globalen Blackliste landet, und somit von der nutzung der App ausgeschlossen wird. Abgesehen davon besagen die Entwickler AGB´s ja, dass jeder Entwickler über die Nutzer seiner App entscheiden darf und hat somit auch das Recht Usern die nutzung seiner App zu verweigern.

Das ist richtig, wenn es sich um eine globale Sanktion durch Knuddels handelt, oder nur in Channel erfolgt, die direkt von ihm betroffen sind/waren. Solange eine globale Blackliste (ich spreche immer stellvertretend für alle Einschränkungen) aber durch eine "private Person" (oder einer Gruppe solcher) administriert wird, die eigenständig entscheidet wer eingeschränkt wird oder nicht, hat es wenig damit zu tun ob es der Nutzer selbst zu verantworten hat. Die Entscheidungsgrundlage kann reine Willkür sein und niemand kann dies ohne weiteres prüfen. Bitte beachtet: das ist keine Anschuldigung, sondern ein Problem das bestehen kann und das wir deshalb so nicht akzeptieren können.

Es wird in diesem Zusammenhang auch damit argumentiert, dass der Entwickler gemäß der Entwickler-AGB Vereinbarungen treffen kann:
§ 3 Rechte und Pflichten des Entwicklers
a) Der Entwickler hat das Recht, mit denjenigen Nutzern, die seine App nutzen wollen, Vereinbarungen über die Nutzung dieser App zu treffen.

Das bedeutet nicht, dass der Entwickler in seinen AGB festlegen kann, was ihm beliebt.

Dem steht ebenso gegenüber:
§ 1 Erstellung von Apps
d) Der Entwickler hat keinen Anspruch darauf, dass die von ihm erstellte App auch tatsächlich auf einer Knuddels-Plattform veröffentlicht wird. Knuddels behält sich ausdrücklich vor, nach Prüfung eine übermittelte App nicht zu veröffentlichen.


Zitat:
Kolloid: Werden beeinträchtigende Funktionen wie z.B. eine globale Blackliste channelübergreifend in eine App integriert (egal ob von außen aktualisierbar oder fest in der App verankert), steht die negative Wirkung in direkter Konkurrenz zum Mehrwert, den die App dem MyChannelbesitzer bietet.

SilverFalcon: Das ist deine Einschätzung, nicht mehr und nicht weniger. Viele Benutzer der App sind dankbar dafür, dass bekannte Betrüger und Dauerstörer bereits vorab ausgesperrt werden.
Der Nutzen der App steht hier außer Frage, ansonsten gäbe es nicht über 600 Installationen.
Gerade mit diesem zweiten Argument wird meine Aussage unterstützt. Ich muss eine User App nur mit ausreichend guten Funktionen füllen, um die Hemmschwelle sie zu nutzen, oder die Tragweite der Nachteile zu senken.
Funktionen die ich in Kauf nehme sind ein Teil des von mir investierten Preises, den ich bezahle - auch bei kostenlosen Produkten.

Ich sage definitiv nicht, dass es eine bewusste Hemmschwelle gibt, oder dass die Anwender Probleme sehen und sich vor der Wahl stehen sehen, installieren oder nicht. Darum geht es auch überhaupt nicht.
Es geht darum, dass es keine Kontrolle darüber gibt wer (eure Zahlen) 600 Channel betreten darf und wer nicht und diese Entscheidung von einer Person (oder kleinen Gruppe) getroffen werden kann und wird.
Natürlich freut sich jeder MyChannelbesitzer, wenn echte Betrüger ausgesperrt werden. Doch wer legt fest, dass es sich um einen solchen handelt, oder ob es eine Ausschlussentscheidung auf Grund von privaten Auseinandersetzungen war, oder ob sie vielleicht sogar rein strategischer Natur wäre. Mit so einer Funktionalität könnte man theoretisch Nutzer bewusst oder unbewusst unter Druck setzen. Will man wirklich riskieren X00 Channel nicht betreten zu können?

Nicht falsch verstehen, ich unterstelle nichts und finde die grundsätzliche Idee einer GBL nicht verkehrt, ich lege lediglich die Tragweite einer solchen Funktionalität dar, die nicht unabhängig kontrolliert wird. Es gab ja offensichtlich Rückfragen und Meldungen, wieso Personen einen MyChannel nicht betreten konnten oder dass MCM ihn ihrem zu betreuenden MyChannel eingeschränkt wurden.


Zitat:
Der Channelinhaber entscheidet in diesem Moment wenn er die App installiert dass er eine globale Blackliste dabei hat. Also wird er nicht übergangen sondern nutzt es weil er es möchte!
Er hatte bisher aber trotzdem keinen Einfluss darauf und konnte diese Liste nicht für sich anpassen.
Wie bereits gesagt geht es nicht darum, dass jemand für sich festlegen kann wer seinen Channel betritt (oder anderes dort kann/nicht kann), sondern darum, dass andere/externe Personen das festlegen und es keinerlei Transparenz dazu gibt. Auch mit den aktuellen Änderungen gibt es weiterhin keine echte Transparenz zum Prozess des Aussperrens. Die Veröffentlichung einer Liste mit "negativen/unerwünschten" Nicknamen ist dazu noch ein rufschädigendes Verhalten. Diese Liste impliziert wer schlecht für die Community ist und es gibt immer Menschen, die so etwas unreflektiert aufnehmen und nicht wissen, dass es vielleicht nur kaum prüfbare Vorwürfe gibt.

Es kam der Vorwurf, dass es darum geht, dass wir diese Macht nicht aus der Hand geben wollen. Ja, genau das ist richtig! Das wurde auch an keiner Stelle bestritten und sollte auch für jeden nachvollziehbar sein.

Es ist ein Unterschied ob wir Dinge in unseren AGB regeln, oder ob ein App-Entwickler das für die Verwendung seiner App macht. Ganz einfach deshalb weil wir die Spielregeln für ganz Knuddels festlegen (und das auch müssen) und wir die Verantwortung dafür tragen. Knuddels kann den App Entwicklern nicht die absolute Entscheidungsgewalt über nutzbare Funktionen übertragen und sagen klärt das mit euren Kunden. D.h. ein App-Entwickler kann sich immer nur in dem Rahmen bewegen, den wir definieren. Stößt man an eine Grenze oder Unklarheit, so wird sie von uns definiert und bekannt gegeben. Die App-Entwicklung ist ein Nutzungsbereich wie jeder andere auch bei Knuddels. Ich kann nicht eine Nick-Homepage anlegen und dann einen Disclaimer vorschalten der sagt die Inhalte sind zwar bei Knuddels verboten, aber wenn Du Dich einverstanden erklärst, zeige ich sie Dir. Das mag ein sehr künstliches Beispiel sein, soll aber die Situation verdeutlichen.

MyChannelbesitzern wurde eine gewisse Hoheit über ihre MyChannel eingeräumt. Eingeräumt, aber nicht allumfassend übertragen, denn auch für MyChannel gelten Regeln. MyChannelbesitzer (MCB) haben die Möglichkeit bekommen einen Teil der Hoheit an externe Personen in Form von MCM-Rechten weiter zu geben. Der Einfluss bezieht sich jedoch immer nur auf einen Channel und muss für jeden weiteren Channel neu übertragen werden. Eine globale Sanktionierung oder Einschränkung von Nutzern (über seinen eigenen Bereich hinaus) liegt ausschließlich im Hoheitsbereich von Knuddels, oder der Personen, die von Knuddels dafür die Rechte bekommen haben (z.B. Admins, in dem sie global sperren oder muten können). In einem solchen Fall der Rechteübertragung gibt es die Möglichkeit durch verschiedene Gremien Entscheidungen zu prüfen und aufzuheben. Es gibt klare Regeln wann jemand gesperrt wird, dazu gibt es eine Erklärung an den Nutzer und eine für diejenigen, die es prüfen können. Es kann zu falschen Entscheidungen kommen, aber prinzipiell ist der Vorgang transparent.
Bei einer globalen Blackliste (vor dem Update und auch aktuell noch) ist das nicht der Fall. Eine kleine Gruppe entscheidet wer auf diese Liste kommt. Soweit ich weiss wussten die meisten MyChannelbesitzer nicht einmal, dass es eine solche globale Liste gibt. Sie kannten auch nicht die enthaltenen Nicks, oder wussten wieso sie auf der Liste stehen. Das geht nicht Punkt.

Eine globale Blackliste kann eine gute Sache sein, wenn sie transparent und völlig uneigennützig verwendet wird. Sie wird zum Problem, sobald eigene Interessen (egal ob die eines Channelbesitzers, oder die eines Entwicklers) Einfluss auf andere Channel und unzählige Nutzer nehmen. Ich glaube nicht, dass jeder der enthaltenen Nicks mit Werbung oder allgemein schlechtem Verhalten auffiel und gleichzeitig für alle (oder wenigstens viele) MyChannel ein Problem darstellten. Wenn sie ein Problem für den eigenen Channel sind, dann kann man sie für sich blocken. Aber es wird niemand für hunderte Channel geblockt, weil eine Person das so festlegt - willkürlich, intransparent und ohne Kontrolle.
Nochmal: Je weniger Personen auf der Liste stehen, desto geringer ist der Mehrwert für andere Channel. Wo ist also das Problem, dass man auf dieser Funktionalität beharren muss, wenn man sich bereits schützen kann?

Selbstjustiz oder Einschüchterung aufgrund der immensen Folgen sich mit den falschen Leuten/Channeln anzulegen ist nicht gut, ob mit App oder ohne...
Auch ist es nicht ok, dass Listen geschaffen werden, auf denen unerwünschte Personen bekannt gegeben und ungeprüft mit Betrug, Gewaltandrohung und anderem in Verbindung gebracht werden. Aber das teilte ich ja bereits in meiner ersten /m mit.

Ich hatte in der vergangenen Woche ein langes Gespräch mit Vampiric Desire.
Die letzten Änderungen an der App sind sinnvoll, die in der App vorgegebene Blackliste ist nun zumindest nicht mehr automatisch aktiv.
Ich habe aber auch angekündigt, dass es - wenn es weiterhin eine Blackliste in der App geben soll - ein unabhängiges Gremium zur Prüfung der Gründe (vorab) geben muss.
Wie man das am besten umsetzt schauen wir noch. Ich bitte deshalb auch darum sich hier nicht weiter die Köpfe einzuschlagen und möglicherweise gegenseitig Vorwürfe zu machen. Wie wir die Dinge sehen haben wir im Gespräch und auch hier dargelegt und begründet. Ich denke der Rest kann mit den Beteiligten geklärt werden.

Kollo
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vor allem: immer Mensch bleiben ;)

Team bedeutet nicht: Toll ein anderer machts...