Hi.

Freundschaft ist in meinen Augen etwas, das vielleicht sogar wertvoller ist als die bloße Liebe. Warum? Weil Freundschaft für mich eigentlich auch einen gewissen Grad an Liebe und Vertrauen beinhaltet. Man hört einander zu, unternimmt vielleicht was zusammen, telefoniert mal, nimmt sich gegenseitig in den Arm und fühlt sich irgendwo wohl, weil man weiß, dass man nicht allein ist.
Liebe beinhaltet auch Vertrauen und ein sehr hohes Maß an Sympathie. Hierbei fühlt man sich zu einem anderen Menschen sehr stark hingezogen, das körperliche Begehren wächst ebenfalls. Man denkt vielleicht öfter an den Anderen und möchte am liebsten seine ganze Zeit nur mit ihm verbringen. Außerdem ist man enorm glücklich, wenn man etwas vom Anderen hört oder spürt - schon Kleinigkeiten können immense Glücksgefühle in einem auslösen.

Es gibt aber auch den Fall, dass man sich in einer Freundschaft sehr nah kommt - manche haben auch dann Sex und/oder küssen sich, sind aber eben 'nur' Freunde.

Im Übrigen bin ich jemand, der fest davon überzeugt ist, dass eine Freundschaft mit dem/der Ex etwas sehr Wertvolles sein kann. Man kennt sich oftmals viel besser und weiß, wie man aufeinander eingehen kann/muss/sollte/darf und womit man dem Anderen lieber aus dem Weg geht. Die Erinnerungen, die man so hat, können eine wirklich tolle Grundlage für eine enge Freundschaft sein. Immerhin sieht man dann manches anders und der andere Mensch muss einem dann doch nicht direkt egal sein, nur weil die Beziehung gescheitert ist? Natürlich hat man sich gegenseitig verletzt, aber in vielen Punkten sollte man auch verzeihen können. Derartiges ist fast schon göttlich - so sagte es mal eine gute Freundin von mir.
Da ist egal, welche Distanz dazwischen liegt, man muss nur daran feilen, was einem wichtig ist und zusammen kriegt man sowas eigentlich immer wieder hin, wenn man es wirklich will, fest daran glaubt und beide mithelfen - an einem Strang ziehen ist die Devise.

Edit: In einer Beziehung sieht man in eine Richtung.
Wahre Freundschaft und Liebe grenzen einander aber nicht aus - man kann immerhin auch mit dem/der besten Freund/in zusammen kommen - man akzeptiert denjenigen gegenüber eben so wie er ist. Wer andere Menschen ändern will, der liebt nicht bzw. hat eine Freundschaft nicht verdient. Nur wenn man selbst merkt, man muss etwas ändern - unabhängig davon, ob durch den/die Partner/in dieser Prozess eingesetzt hat -, dann ist das vollkommen legitim.
Im Übrigen spielt auch die Ehrlichkeit eine Rolle in beiden Ansichten - Vertrauen basiert darauf. Nur dürfen beide es nicht übertreiben, sonst machen sie das Vertrauen des Anderen zu sich kaputt.. Aber Fehler aufrichtig zu bereuen zeugt auch von innerer Größe und hat Respekt verdient, darf natürlich auch mit Liebe/Freundschaft belohnt werden. :-)

So far - Adioz!


Bearbeitet von Dark Ice Dragon (09.08.2009, 16:23:20)
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Oft sind Misserfolge notwendige Umwege zum Erfolg..

Wer sich selbst Fehler eingesteht, steht dazu, Mensch zu sein..